Das große Dachzelt FAQ

Wieso, weshalb, warum?

Dachzelten ist zwar nicht neu, ist aber viele Jahre in der Versenkung verschwunden. Deswegen ist es auch nicht so bekannt wie andere Formen des Campings. Es gibt tatsächlich sehr viele Menschen, die ein Dachzelt noch nie gesehen haben.

Klar, dass da viele Fragen auftauchen, die beantwortet werden wollen. Wir haben dir die wichtigsten Fragen zusammengestellt.

Wenn du noch Fragen hast und/oder vielleicht schon eine Antwort darauf, dann schreib uns doch einfach

Das große Dachzelt FAQ

Ein Dachzelt ist ein Zelt, das speziell für das Autodach konstruiert ist. Es wird zusammengefaltet transportiert und kann im Stand aufgeklappt werden, so dass sich ein Schlaf- bzw. Wohnraum ergibt. Dachzelte werden auf Querträger auf das Dach montiert und sind dadurch vom Fahrzeug unabhängig. Das heißt, sie sind normalerweise nur von außen zugänglich. Dadurch unterscheiden sie sich auch von Aufstelldächern oder Hubdächern

Zur Montage eines Dachzeltes auf deinem Auto brauchst du sogenannte Querträger oder Autodachträger. Jedes Dachzelt hat am Boden mindestens zwei Profilschienen aus Stahl oder Aluminium, die entweder in den Boden eingelassen (bei einigen Harschalenzelten) oder von außen am Boden des angeschraubt sind (bei den meisten Klappdachzelten). Mit Beschlägen, die in die Schienen hineingeschoben werden, schraubst du das Dachzelt an den Querträgern fest. Normalerweise werden pro Querträger zwei Beschläge (einer rechts einer links) verwendet. Alle Beschläge und manchmal sogar das Werkzeug (13er Maul- oder Ratschenringschlüssel) sind meist sogar im Lieferumfang enthalten.

Theoretisch kannst du jedes Dachzelt auf jedes Auto montieren. Egal ob Hartschalen– oder Klappdachzelt Das einzige was du brauchst, sind passende Querträger für dein Auto. Begrenzender Faktor ist die zulässige Dachlast deines Autos (Infos dazu findest du im Fahrzeugschein).  Einige Kleinwagen haben ein so kurzes Dach, dass der Abstand zwischen den Querträgern zu gering sein kann (weniger als 70 – 80 cm) um Hartschalendachzelte sicher zu transportieren und zu benutzen. In dem Fall solltest du auf ein Klappdachzelt mit kleinerem Packmaß zurückgreifen. Eine praktische Checkliste zu Dachträgern findest du hier.

Ein Großteil der gängigen Dachzelte wiegt zwischen 45 und 75 Kilogramm. Es gibt aber auch besonders leichte Dachzelte wie zum Beispiel das Oasis von Trekking (17 kg) oder sehr große Dachzelte wie das 2,40 m breite Tourer von Howling Moon (98 kg). Das Dachzelt sollte die zulässige Dachlast deines Fahrzeuges nicht überschreiten. Zur Berechnung des Gesamtgewichtes des Dachzeltes musst du noch die notwendigen Befestigungen (Dachträger, Querträger mit Beschlägen) und ggf. das Ladegut im und auf dem Dachzelt (Bettwäsche, Stühle, Tische, Equipment) hinzurechnen.

Auch wenn es Dachzeltnomaden gibt, die es mit speziellen Rampenkonstruktionen alleine schaffen, das Dachzelt aufs Autodach zu befördern, ist das für den Anfänger nicht unbedingt zu empfehlen. Um Kratzer im Lack und Beulen mit Sicherheit zu vermeiden, solltest du dir mindestens eine Person zu Hilfe holen. Bei schwereren Dachzelten dürfen es auch mehr sein. Versucht das Dachzelt an beiden Seiten anzupacken und von Hinten auf das Auto zu heben. Sobald es oben liegt, kannst du es auch alleine befestigen bzw. noch verschieben. Es gibt auch spezielle Dachzelt Lifte mit denen du dein Dachzelt im Carport oder in der Garage mit einem Flaschenzug unter die Decke ziehen kannst. Vielleicht ist das ja etwas für dich. Einige Dachzeltnomaden lagern ihr Dachzelt auch so über den Winter.

Auf jeden Fall! Dachzelte werden aus sehr dichten Stoffen (oft Segeltuch oder Ripstop Gewebe) hergestellt. Einige sind aus Baumwolle andere aus einer Mischung von Polyester und Baumwolle und wieder andere Hersteller verwenden nur Polyester. Die Herausforderung ist, dass die Stoffe dicht sein sollen und dennoch atmungsaktiv. Das scheint ein Widerspruch zu sein, ist aber möglich. Mehr dazu gibt es bald hier auf diesem Blog in einem Artikel über Stoffe. So lange du keine Löcher im Stoff hast, brauchst du dir aber keine Sorgen zu machen, dass du bei Dauerregen im Nassen liegst. Die Stoffe der Dachzelte sind so ausgelegt, dass sie viele Stunden starkem Regen standhalten.

Keine Angst, dein Zelt ist höchtwahrscheinlich dicht. Die Feuchtigkeit an den Wänden oder an der Decke, die du am Morgen bemerkst, ist Kondenswasser. Jeder Mensch dünstet beim Schlafen Feuchtigkeit aus, dazu kommt noch unser Atem. Wenn du alle Fenster und Türen geschlossen hälst, erhöht sich dadurch die Feuchtigkeit der Luft im Inneren des Zeltes. In der Nacht und besonders bei kalten Temperaturen kondensiert die Feuchtigkeit aus der Luft auf den kältesten Oberflächen. Meist ist das das Zeltgestänge betrifft aber auch die kalte Zeltwand. Das verhält sich ganz ähnlich wie bei einem Spiegel im Badezimmer, wenn du geduscht hast. 

Je nach Zelt und Stoff(gemisch) kann die Kondenswasserbildung sehr unterschiedlich ausfallen. Sinnvoll ist es, im Zelt ein kleines Handtuch parat zu haben, damit du das Kondenswasser am Morgen direkt entfernen kannst. Einige Dachzeltnomaden schwören auch darauf die Fenster über nacht auch bei kalten Temperaturen offen zu lassen, um der Kondenswasserbildung erst keine Chance zu geben. 

Die meisten Dachzelte, sowohl Harschalenzelte als auch Klappzelte bieten im zusammengeklappten Zustand genug Platz für Schlafsack, Decken und Kissen. Je nach Modell mal mehr mal weniger. Aber bei fast allen Modellen kannst du deine komplette Bettgarnitur beim Transport oben gut verstaut im Dachzelt lassen. 

Die meisten Dachzelte werden zwar mit Matratze, aber ohne eine Unterlage ausgeliefert. Die Matratze liegt direkt auf dem Zeltboden. Dadurch kann es zu Kondenswasserbildung unter der Matratze kommen. 

Abhilfe schafft zum Beispiel ein ein Abstandsgewirk, um die Matratze zu unterlüften. Das kann man auch mit dünnen Holzlatten erreichen oder mit einer Lattenrost-ähnlichen Unterfederung (z. B. von Froli) die besonders flach baut. Abstandsgewirke und Unterfederungen haben den Vorteil, dass sie zusätzlich den Schlafkomfort etwas erhöhen. 

Isolierungen unter der Matratze schaffen auch Abhilfe bei Kondenswasser. Sie verlagern den Taupunkt auf die Außenseite des Zeltbodens. Hier kann man entweder Styropor, Isomatten, Bodenschutzmatten oder Alu-Isoliermatten verwenden. Durch ihre Isolationswirkung machen sie das Schlafen im Dachzelt auch angenehmer bei kalten Temperaturen. 

Mit deinem Dachzelt kannst du theoretisch überall campen wo du möchtest. Auf Campingplätzen ist es überhaupt kein Thema. Viele Dachzeltnomaden lieben die Freiheit und Ruhe der Natur und campen gerne wild. Dazu gibt es Regeln und Gesetze, die sich von Land zu Land unterscheiden. Du solltest vermeiden, dich in Landschafts- oder Naturschutzgebiete zu stellen. Privater Grund ist auch tabu – es sei denn du fragst oder hast eine Erlaubnis. Ansonsten gilt: Wo kein Kläger, da kein Richter. Im Zweifel fragst du einfach Menschen denen du begegnest, ob es in Ordnung ist, sich hier für eine Nacht nieder zu lassen. Aber es ist wie mit allen Dingen: Benimm dich!

1. Beachte Verbotsschilder und halte dich daran

2. Sei freundlich und zuvorkommend

3. Breite dich nicht unnötig aus

4. Respektiere die Natur, Tiere und andere Menschen

5. Hinterlasse nichts außer deine Fußspuren

6. Sei bereit, einen Platz auch zu räumen, wenn sich jemand gestört fühlt

Wenn du diese Regeln beachtest, kommst du überall in Europa sehr weit und musst dir nicht so viele Gedanken machen. Es gibt Dachzeltnomden, die nur wild campen und in vielen Jahren noch keine schlechte Erfahrung gemacht habenWenn du Inspirationen für Stellplätze suchst, schau doch mal auf unsere Karte „Stellplätze für Dachzeltnomaden„.

Übrigens: Wildcamper können einen Beitrag zum Umweltschutz leistenVersuche den Platz sauberer(!) zu hinterlassen als du ihn vorgefunden hast. Wenn wir alle etwas tun, kommen wir weiter!

Duschen gibt es wie Sand am Meer, man muss nur wissen, wo man sie finden kann. Raststätten, Autohöfe bieten die Möglichkeite sich gegen eine kleine Gebühr von 3 Euro zu duschen. Manche bieten sogar Badewannen an. An Unis kannst du dich in Sportstätten umsonst duschen. Wenn du auf Campingplätzen nett fragst, kann es auch sein, dass du Zugang zu den Duschen erhälst, ohne dass du eine ganze Nacht bleiben musst. Ein Abo im Fitnessstudio, das mehrere Filialen in Deutschland hat, kann man auch prima nutzen, um sich frisch und fit zu halten. Schwimmbäder gbit es in jeder größeren Stadt und man kann gleich noch ein paar Bahnen ziehen. Die größeren, öffentlichen Strände bieten oft Freiluftduschen an, wenn du Pech hast nur kalt. Oder du springst einfach mal in den nächsten Bach, Fluss, Badessee oder bemühst die gute alte Katzenwäsche. Wenn du doch eine Dusche dabei haben möchtest, kannst du dir eine mobile Campingdusche oder eine Solardusche zulegen. 

In den Autos von Dachzeltnomaden ist der Platz und Stauraum meist begrenzt. Deswegen solltest du dir gut überlegen, was du auf deinen Reisen mitnimmst. Im Prinzip kannst du auch ein mobiles Klo wie z.B. einen Potta Porty einpacken. Wenn du das nicht willst, hast du trotzdem einen Haufen von Möglichkeiten: Campingplätze sind meistens bestens mit Sanitären anlagen ausgerüstet. Raststätten, Autohöfe, öffentliche Gebäude, Einkaufszentren, Restaurants – überall findest du Toiletten, die du kostenlos oder gegen eine kleine Gebühr nutzen darfst. Im Zweifel hilft fragen. Wenn du in der Natur bist, kannst du theoretisch überall dein Geschäft verrichten. Das geht erstaunlich gut. Die Hocke ist eine darmfreundliche Position und lässt einen mit etwas Übung sehr entspannt sein Geschäft verrichten. Achte aber bitte darauf, dass du das dezent erledigst und vor allem: Nimm dein Klopapier wieder mit und entsorge im öffentlichen Müll. Papier braucht ewig um zu verrotten.

Dachzelten ist letztendlich Zelten. Man ist den Witterungsbedingungen direkt ausgesetzt. Was auf der einen Seite spannend sein kann, birgt aber auch Herausforderungen – besonders bei Kälte. Um sich zu wärmen gibt es diverse Lösungen: 

Neben warmen Klamotten und Decken, schafft die gute alte Wärmflasche Abhilfe. Wenn eine nicht reicht, können es auch 2 oder drei sein. 

Wer es etwas luxeriöser mag, der kann sich eine Heizdecke auf die Matratze legen. Im Gegensatz zu Wärmflaschen gibt sie eine flächige Wärme ab, die mit einem Schalter so dosiert werden kann, wie man sie braucht. Wichtig: Man sollte genug Batteriekapaziät haben, um sie zu betreiben. 

Die dritte Möglichkeite ist eine Standheizung, die warme Luft in das Dachzelt bläst. Eine Anleitung, wie man eine Zeltheizung selber baut, findest du hier

Last but not least: Kuscheln hilft immer gegen Kälte. Und wer keinen Menschen hat, nimmt einfach seinen Hund mit ins Zelt.

Klar, das geht nicht nur, das macht auch irre Spaß! Ok, ein bisschen abgehärtet muss man schon sein, aber ansonsten heißt es: Warm anziehen und gut vorbereitet sein. Was du beim Winter Camping beachten solltest erfährst du in diesem Artikel.

Was für eine Frage! Natürlich macht Dachzelten Spaß! Warum sonst würden so viele Menschen es immer wieder tun? Es soll sogar Dachzeltnomaden geben, die 365 Tage im Jahr in ihren Zelten auf dem Dach leben. Und das sehr gut! Glaubst du nicht? Dann schau dir das mal an: Wir haben 13 gute Gründe fürs Dachzelten gefunden.

Hartschalenzelte sind etwas für Power-User. Sie sind meistens schneller aufgebaut als ein Klappzelt, haben weniger Stoffoberfläche die nass werden kann, bieten viel zusätzliche Staumöglichkeit und tragen sich selber ohne eine zusätzliche (Leiter)Abstützung. Das macht ein Hartschalendachzelt besonders interessant für Dachzeltnomaden, die sich nicht lagen mit dem Zeltaufbau und -abbau beschäftigen wollen bzw. flexibel reisen und oft ihre Stellplätze wechseln. Das sind die Vor- und Nachteile von Hartschalenzelten.

Klappdachzelte sind sehr kompakt, leicht und meist günstiger als Hartschalenzelte. Einmal aufgeklappt bieten sie eine sehr große Schlaffläche die sich vor allem für Familien besonders gut eignet. Aufgrund ihres kleinen Packmaßes finden sie ihren Einsatz oft im Offroad-Bereich. Aber auch in wärmeren und trockeneren Gebieten haben sich die Klappdachzelte durchgesetzt. Das sind die Vor- und Nachteile der Klappdachzelte

Das ist eine gute Frage, die abschließend noch nicht geklärt werden konnte. Es gibt Richtwerte der Hersteller, die sich meist auf 120 bis 130 km/h belaufen. Allerdings gibt es auch Dachzeltnomaden, die mit ihren Dachzelten schon 200 km/h gefahren sind. Abgesehen davon, dass es ab einer gewissen Geschwindigkeit aufgrund der einwirkenden Kräfte ein Sicherheitsrisiko darstellt, macht es auch keinen Sinn: Der Geräuschpegel im Innenraum des Fahrzeuges und der Spritverbrauch steigt über 130 km/h deutlich an. 

Theoretisch schon, praktisch kommt es auf die Höhe deines Autos an. Die meisten Dachzelte haben im verpackten Zustand eine Höhe von 30 cm. Flache PKWs oder Kombis sind meist nicht höher als 1,60 m. Wenn die Dachträger nicht zu hoch bauen, kommt man mit diesen Fahrzeugen noch bequem in eine Tiefgarage mit 1,95 m oder 2 m Höhenbeschränkung. Bei den meisten SUVs und Geländewagen ist das dann nicht mehr möglich.

Das ist kein Problem. Der TÜV interessiert sich normalerweise für dein Dachzelt nicht. Sofern es ordnungsgemäß montiert und gesichert ist, musst du dir mit deinem Dachzelt beim TÜV keine Gedanken machen.

Die meisten Dachzeltnomaden nehmen ihr Dachzelt nach dem Urlaub, spätestens aber im Herbst, nach der Saison wieder ab und verstauen es an einem trockenen Ort. Das muss aber nicht sein. Wenn du keinen Platz für dein Dachzelt hast, oder das ganze Jahr campen willst, dann kannst du dein Dachzelt einfach auf dem Dach lassen. Klar, es wird der Witterung mehr ausgesetzt und es könnte sein, dass die Plane (Klappzelt) oder die Schale (Hartschalenzelte) ein wenig mehr leidet oder Farbe verliert. Aber im Allgemeinen sind Dachzelte sehr robust und überleben auch mehrere Winter problemlos auf dem Dach.

Es gibt Dachzeltnomaden, die ihr Dachzelt das ganze Jahr über auf dem Dach haben. Andere nehmen es zum Herbst herunter und lagern es Trocken im Keller, der Garage oder im Carport. Egal wie du es machst, du solltest sicher sein, dass du dein Dachzelt trocken eingepackt hast, wenn du es längere Zeit nicht benutzt. Ansonsten ist die Gefahr von Schimmelbildung oder Stockflecken groß. Dachzelte kannst du waagerecht oder auch senkrecht lagern. Das macht ihnen nichts aus. Wenn du etwas Puffer wie Styropor oder Pappe auf den Boden legst, sollte dein Dachzelt gut stehen. Es gibt auch Dachzeltnomaden, die ihr Dachzelt mit einem Lift unter die Decke ziehen oder es mit Haken an der Wand aufhängen. Im Prinzip sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Es gibt einige Dachzelte die sich abschließen lassen, allerderdings haben die wenigstens tatsächlich eine Möglichkeit, das Dachzelt diebstahlsicher anzuschließen. Nach den Erfahrungen vieler Dachzelnomaden, die ihr Dachzelt ganzjährig auf dem Dach haben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass jemand das Dachzelt entwendet. Um ein Dachzelt zu klauen, müsste der Dieb

1. das Dachzelt als solches erkennen
2. um den Wert des Dachzeltes wissen
3. es haben wollen
4. Zeit für die (unbeobachtete) Demontage haben und
5. eine Möglichkeit zum Abtransport von einem riesigen, unhandlichen und schweren Dachzelt organisieren.

Dass alle diese Bedingungen zusammenkommen, ist recht unwahrscheinlich, aber sicher auch nicht undenkbar. In unserer Facebook Gruppe wurden schon mehrere Möglichkeiten diskutiert:

1. Abschließbare Knebelmutter: Der Platz unter deinem Zelt ist meist begrenzt, so dass sie schwer abzuschließen sein werden oder wegen ihrer Gräße mit dem Befestigungsflansch kollidieren.
2. Anti-Diebstahl-Sicherheitsmuttern: Diebstahlhemmende Muttern, die sich nur mit Spezialwerkzeug öffnen lassen.
2. Eine Kette durch einen Metallverschluss des Zeltes (sofern vorhanden) ziehen und mit einem Vorhängeschloss an den Dachgepäckträger fixieren: Wer allerdings mit einen Seitenschneider kommt, hat leichtes Spiel.

Die einhellige Meinung der Dachzeltnomaden ist, dass es für einen Dieb wahrscheinlich einfacher wäre, die Träger durchzusägen oder das gesamte Auto zu klauen.

Auch wenn es manchmal etwas aufwändig ist, den Reißverschluss deiner Abdeckplane zu schließen – besonders wenn das Auto etwas höher ist – solltest du es dennoch immer tun. Ansonsten läufst du Gefahr, dass dir der Fahrtwind unter die Plane greift und sich an den Gurten aufscheuert. Und eine undichte Plane ist noch nerviger als den Reißverschluss zuzuziehen.

Öffne das Dachzelt komplett. Dann schaust du dir die wichtigsten Details an: 1) Prüfe es auf Schäden an den Nähten. 2) Die Fliegengitter müssen sicher eingenäht sein sonst machen sie keinen Sinn 3) Alle Reißverschlüssen sollten ruckelfrei auf und zu gehen (mit  Hirschhorntalg kann man sie super pflegen und sorgt für Beweglichkeit) 4) Achte auf Schimmel in den Ecken unter der Matratze 5) Die Befestigungspunkte sollten stabil und nicht ausgerissen sein 6) Die Schale der Hartschalenzelte sollten keine Risse aufweisen. 

Mehr wissen? Mehr lesen! 

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Was sind Dachzelte?

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13 Gründe warum Dachzelten geil ist!

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Thilo

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13 Antworten auf „Das große Dachzelt FAQ“

  1. Hallo,

    ich bin auf der Suche nach einem Hartschalen-Dachzelt.

    Ich überlege mir eins von Prime Tech zu kaufen.

    Gibt es Erfahrungen zu diesem Dachzelt, hinsichtlich Qualität und Verarbeitung, Wetterbeständigkeit etc.

    Oder habt ihr eine gute Alternative? Ich wolllte nicht mehr als 2000€ ausgeben und kann auch gebraucht sein.

    Vielen Dank und beste Grüße

    Daniel

    1. Hallo Daniel,

      es gibt tatsächlich bereits viele Erfahrungen zu dem Prime Tech Dachzelt in der Facebook Gruppe Dachzeltnomaden. Der allgemeine Konsens ist hier: für den Preis ist die Leistung passend, teurere Dachzelte bieten dir dafür mehr Leistung.

      Welches Dachzelt genau das richtige für dich und deine Anforderungen ist hängt von mehreren Faktoren ab. Wenn du eine persönliche Beratung wünschst, schreibe uns doch persönlich an.
      Ganz liebe Dachzeltgrüße
      Rebecca

  2. Hallo Dachzeltnomaden, super hilfreich, was ihr hier an Expertise zusammentragt und inspirierend, das selbst auszuprobieren! Was mich brennend interessiert, ist, welche Erfahrung ihr mit (Hartschalen-)Dachzelten + Dachbox habt? …mit dem Ziel, mehr Stauraum zu haben… Dachbox aufs Dachzelt oder daneben oder…? Danke schon vorab für die Hilfe, viele Grüße, Christoph

    1. Hey Christoph, auf den meisten Autodächern mit Hartschalenzelten ist nicht genügend Platz für eine zusätzliche Dachbox. Da musst du schon ein sehr großes Auto fahren. Mit Klappzelt könnte das klappen. Da du ja das Bett aufs Dach verlagerst, hast du meist mehr Stauraum-Möglichkeiten im Fahrzeuginneren. Und der ist dann auch noch einfacher zu erreichen. Deswegen wurde das wahrscheinlich bisher weniger umgesetzt… Liebe Grüße vom Dach, Thilo

      1. Hi Thilo,

        ich habe das gleiche „Problem“ oder halt einfach ein Platzproblem:
        normaler Hochdachkombi – 2 Erwachsene + 2 Kinder + Hund.
        Wahlweise Dachzelt Gr. S und die Kids im Auto oder Dachzelt für 4Personen.
        Aber egal wie wir es drehen und wenden, dank der Hundebox (60cm breit) im Kofferraum fehlt Stauraum. Eine Dachbox wäre also Prima, zumindest für leichte Sachen.
        Wäre es theoretisch möglich sowas AUF dem Dachzelt (Hartschale) zu befestigen? Oder gibt´s andere Ideen?
        Wir hatten über ein Overcamp nachgedacht, dass sich auf dem Dach ja auch eher seitlich befestigen lässt und daneben noch eine schmale Box (z.B. so eine für Ski).
        Aber dann ist das Dachzelt im aufgeklappten Zustand wieder breiter als unser Auto und damit könnte es ja beim Stehen auf Parkplätzen wieder Probleme geben, oder?

        Ich kann schon gut mit wenig Platz umgehen aber das überfordert mich jetzt doch etwas.

        LG

        1. Hey Anne, alles wird wahrscheinlich nicht möglich sein. Es gibt tatsächlich Hartschalen-Dachzelte, die eine zusätzliche Last (meist 25 kg) auf dem Dach vertragen. James Baroud hat so eins im Programm. Die von Alu Cab können das auch. Denk nur dran, dass bei zu viel Gewicht, das Dachzelt auch schwer oder gar nicht mehr aufstellbar ist. Die Lösung mit der seitlichen Montage ist sehr beliebt. Wenn ihr genug Platz habt, könnt ihr das machen. Wegen des Überstandes bei Klappdachzelten würde ich mir am wenigsten Sorgen machen. Wenn du irgendwo nicht stehen darfst, dann ist es egal was für ein Zelt du auf dem Dach hast. Und gerade wenn ihr ein „Platzproblem“ habt, dann bieten sich Klappdachzelte wegen ihrem Raumangebot geradezu an… Liebe Grüße vom Dach, Thilo

  3. Hi,
    wir haben uns jüngst ein Autohome Airlander plus large gekauft und auf unsere MB B-Klasse geschnallt. Es hat uns total gepackt! Wir sind sehr happy.
    Wir würden das Ding gerne eine Weile auf dem Dach lassen, um am Wochenende spontan wegfahren zu können. Eine Frage: ich sehe derzeit keine Möglichkeit, das Zelt diebstahlsicher auf den Traversen des Gepäckträgers zu befestigen. Habt Ihr da Tipps oder machen wir uns zu viele Sorgen?
    Danke im Voraus und ein tolles Forum habt Ihr hier!

    Viele Grüße
    Robert

    1. Es gibt einige Dachzelte die sich abschließen lassen, allerderdings haben die wenigstens tatsächlich eine Möglichkeit, das Dachzelt diebstahlsicher anzuschließen. Nach den Erfahrungen vieler Dachzelnomaden, die ihr Dachzelt ganzjährig auf dem Dach haben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass jemand das Dachzelt entwendet. Um ein Dachzelt zu klauen, müsste der Dieb

      1. das Dachzelt als solches erkennen
      2. um den Wert des Dachzeltes wissen
      3. es haben wollen
      4. Zeit für die (unbeobachtete) Demontage haben und
      5. eine Möglichkeit zum Abtransport von einem riesigen, unhandlichen und schweren Dachzelt organisieren.

      Dass alle diese Bedingungen zusammenkommen, ist recht unwahrscheinlich, aber sicher auch nicht undenkbar. In unserer Facebook Gruppe wurden schon mehrere Möglichkeiten diskutiert:

      1. Abschließbare Knebelmutter: Der Platz unter deinem Zelt ist meist begrenzt, so dass sie schwer abzuschließen sein werden oder wegen ihrer Gräße mit dem Befestigungsflansch kollidieren.
      2. Anti-Diebstahl-Sicherheitsmuttern: Diebstahlhemmende Muttern, die sich nur mit Spezialwerkzeug öffnen lassen.
      2. Eine Kette durch einen Metallverschluss des Zeltes (sofern vorhanden) ziehen und mit einem Vorhängeschloss an den Dachgepäckträger fixieren: Wer allerdings mit einen Seitenschneider kommt, hat leichtes Spiel.

      Die einhellige Meinung der Dachzeltnomaden ist, dass es für einen Dieb wahrscheinlich einfacher wäre, die Träger durchzusägen oder das gesamte Auto zu klauen.

      1. Hey Thilo,

        danke für die ausführliche Antwort. Ich sehe es ähnlich. Stimmt schon. Es ist ein ziemlicher Aufwand nötig, um es ungewollt zu demontieren. Wir lassen es einfach drauf und entspannen uns.

        Viele Grüßé
        Robert

  4. Hallo liebe Dachzelt Nomaden,

    ich habe noch kein Dachzelt ,will mir aber eines Kaufen.

    Ich fahre einen VW Polo und suche dafür ein nicht zu grosses Dachzelt, werde auch eher alleine Unterwegs sein. Was kleines und leichtes 🙂 ,und wenn es geht nicht zu Teuer.

    Habt Ihr da ein paar Tipps, es gibt doch mehr Auswahl wie ich dachte.
    Ich will noch nicht drin Wohnen , brauche es eher für Kurzurlaube und Übernachtungen bei Lauf und Triathlon Wettkämpfen .

    Danke,

    Arno

    1. Hallo Arne,
      wenns was kleines, leichtes und günstiges werden soll dann ist es schon einmal ein Klappdachzelt. Aber auch da ist die Auswahl noch sehr groß, das hast du richtig beschrieben.

      Du solltest noch folgende Fragen für dich beantworten:
      – willst du einen überdachten Einstieg am Dachzelt haben?
      – brauchst du ein Vorzelt?
      – welche Stoffqualität möchtest du haben? Nur Polyester oder ein Pony-Baumwollgemisch?

      Du kannst uns die Fragen gerne auch per Mail an mail@dachzeltnomaden.com beantworten, dann finden wir bestimmt das richtige Zelt für dich!

      Ganz liebe Dachzeltgrüße
      Rebecca

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