Offroad mal anders: Ein Quad mit Dachzeltanhänger

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Mit einem Quad in den Dachzelturlaub? Dachzeltnomade Ralf hat sich eine abgefahrene Kombination gebaut: Statt eines Autos fährt er einen Quad mit Dachzeltanhänger durch die Republik. Minimal und obendrein noch offroadtauglich! Wie er damit unterwegs ist, hat er uns auf dem Dachzeltfestival erzählt.

Hallo Ralf. Schön, dass wir dich hier auf dem DACHZELT FESTIVAL 2019 antreffen. Gerne würden wir etwas über dein Setup erfahren.

Wie bist du zum Dachzelten gekommen? 

Ralf: Seit den 80er Jahren interessiere ich mich für Dachzelte. Allerdings hatte ich mir damals keins gekauft, sondern bin mit einem Einmann-Zelt kreuz und quer durch Deutschland bzw. ganz Europa gereist. Danach habe ich mir einen Wohnwagen und anschließend auch noch einen Bulli T3 angeschafft.

Nach meiner Hochzeit, verlief sich das Thema ein bisschen. Zu der Zeit waren wir zusammen mit dem Zelt oder dem Wohnwagen nur noch selten unterwegs.

Als dann die Trennung kam, bin ich wieder voll ins Campen eingestiegen. Erst wieder mit dem Zelt und dann habe ich mir endlich meinen jahrelangen Traum erfüllt: Ein Dachzelt.

Das ist das beste, was mir passieren konnte. Ich bereue es keine Sekunde. Ich habe es günstig gebraucht erstanden und fahre damit jetzt auch schon zwei Jahre durch die Gegend.

Ich liebe es minimalistisch und maximal flexibel unterwegs zu sein. Für Quads hatte ich schon immer eine Leidenschaft. Da kam mir die Idee, beides miteinander zu verbinden.

Ralf hat seine beiden Leidenschaften miteinander verbunden: Quad fahren und Dachzelten.

Wirst du oft auf deine Kombination angesprochen? 

Ralf: Ja, ich sorge damit schon für Aufmerksamkeit. Es gibt immer wieder Leute, die mich darauf ansprechen. Viele können sich nicht vorstellen, wie ich das mit dem Platz geregelt bekomme. Ein Quad hat ja noch einmal weniger Stauraum als ein Auto. Von den meisten bekomme ich aber nur positive Rückmeldungen. Viele feiern die coole Kombination.

Das aufgeklappte Klappdachzelt auf dem Anhänger.

Möchtest du uns deinen Dachzeltanhänger und dein Quad genauer zeigen?

Ralf: Klar! Basis ist ein ganz normaler 750 kg Anhänger, in den ich hinten Auszüge integriert habe. Die waren mir sehr wichtig, damit ich nicht immer den Deckel vom Anhänger aufmachen muss, wenn ich an meine Sachen möchte.

In den Euroboxen verstaut Ralf sein gesamtes Equipment.

Auf den Auszügen stehen Euroboxen, in denen meine Sachen verstaut sind. Eine Eurobox für Küchenutensilien, eine für Gas. Außerdem ist noch Platz für ein Solarpanel und die Batterie, sowie Stühle und ein Tisch.

Vor ungefähr drei Monaten habe ich eine der Euroboxen zur mobilen Küche umfunktioniert. Jetzt ist dort eine kleine Spüle mit Spülbecken im Deckel der Box. In der Box selber habe ich einen Kanister mit 10 Liter Frischwasser und einen Kanister für 10 Liter Abwasser. Das System wird über eine Batterie betrieben. Wenn ich sie richtig packe, passen dort auch noch meine Töpfe hinein.

Quadratisch praktisch gut: Eine Küchenkiste aus Euroboxen.

Um den Stauraum noch zu erweitern, habe ich mir für das Quad noch zwei Koffer gekauft, die auf den Gepäckträgern montiert sind. Der hintere Koffer ist doppelwandig und hat ein Volumen von 130 Liter. Der kleinere Koffer ist nur einwandig und hat ein Volumen von 90 Liter.

Mehr Stauraum: Auf den beiden Gepäckträgern sind jeweils noch zwei Koffer montiert.

Ansonsten habe ich hier vorne an meinem Quad noch einen Halter für einen Kaffeebecher, ein Navigationsgerät und außerdem noch einen Halter für eine Kamera.

Der Getränkehalter ist immer in Reichweite.
Am Gepäckträger ist eine Halterung für eine Action-Cam angebracht.

Hast du noch Wünsche oder Verbesserungen für deinen Dachzeltanhänger?

Ralf: Für den Dachzeltanhänger direkt nicht. Ich möchte mir als nächstes gerne eine Heizung anschaffen für den Herbst/Winter. Momentan habe ich nur eine Heidecke aber die reicht bei gewissen Temperaturen nicht mehr aus.

Praktisch: Den Dachzeltanhänger kann man immer vom Quad abkoppeln und ist so maximal flexibel.

Bist du nur mit dem Quad und dem Dachzeltanhänger unterwegs?

Ralf: Ja, überwiegend. Manchmal bin ich aber auch nur mit dem Quad ohne den Dachzeltanhänger unterwegs. Ich habe auch ein Dienstfahrzeug, welches ich privat nutzen kann aber das tue ich sehr selten.

Ich bin lieber mit dem Quad unterwegs und jedes Mal das Dachzelt umzumontieren ist auch zu aufwändig. Hinzu kommt, dass das Auto voll mit Werkzeug beladen ist. Das Ausräumen wäre mir zu umständlich.

Wenn es regnet, dann habe ich meine Regenkombi, die mich bei Regen trocken hält. Nur, wenn es sehr stark regnet, hält die auch nicht dicht aber das macht mir nichts, dann bin ich eben nass.

Ralf bei seiner Anreise auf dem DACHZELT FESTIVAL 2019.

Wo geht deine nächste Reise hin?

Ralf: Die nächste Reise geht an den Gardasee. In ungefähr 14 Tagen sind wir mit 10 Quads unterwegs, da bleibt der Dachzeltanhänger mal zu Hause und es wird im Bodenzelt geschlafen.

Mit den Quad Monkeys ist Ralf auf seiner nächsten Tour unterwegs.

Anschließend geht es wieder an den Gardasee für anderthalb Wochen. Dann aber wieder mit Auto und dem Dachzeltanhänger. Zusätzlich packe ich auch noch ein Iglu-Zelt für meine Schwester und meine Nichte ein.

Ralf, wir danken dir für deine Vorstellung und wünschen euch weiterhin viel Spaß auf dem Dachzeltfestival 2019.

Du willst noch mehr Inspirationen?

Wenn du nicht genug vom Dachzelten bekommen kannst, dann zieh dir mal den unser letztes Setup rein:

Ein Kult-Mercedes mit Dachzelt-Markise

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Liebe Grüße vom Dach,
eure Set-Up Hunters.

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About Birte Seipold

Birte ist erst September 2018 mit dem Thema Dachzelt in Berührung gekommen aber seit dem absolut vom Virus gepackt und wann immer es geht, wird im Dachzelt geschlafen. Seit kurzem schreibt sie für die Dachzeltnomaden Blogartikel.
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