Er läuft und läuft – Käfer mit Rucky-Dachzelt

Ameisen können ein Vielfaches ihres Eigengewichtes tragen, aber wie schultert ein VW Käfer ein 90 kg schweres Dachzelt? Harry hat seine große Liebe, den Käfer, mit einem ganz  besonderen Aufbau versehen: Das Rucky-Dachzelt. Beide haben wir auf dem DACHZELT FESTIVAL 2019 unter die Lupe genommen.

Hallo Harry, danke, dass du dir trotz Erkältung und der ganzen Dachzeltnomaden, die hier um dein Gefährt stehen, Zeit für ein Interview nimmst. Wie bist du zu zum Dachzelten gekommen?

Harry: Ich bin im Camping Oldtimer Club, da schaut man immer nach alten Dachzelten und allem was es an Zubehör gibt. Irgendwann bin ich dann über das tolle Dachzelt gestolpert. Auch wenn es für eine Stufenheck Limousine gedacht ist, war mein Wunsch doch, dass ich es hier auf dem Käfer anbringen kann. Das andere war mir zu langweilig 😉, also wurde etwas gebastelt.

Das Dachzelt-Rucky wurde Anfang der 80er Jahre in einer geringen Stückzahl von der Firma Gefaco in Hanau hergestellt. Die Länge beträgt 2,60 Meter und 1,55 Meter in der Breite. Es wiegt ca. 90 Kilogramm. Ein fester Tisch und ein Waschbecken gehören zur Ausstattung des Dachzeltes. 

Schön finden meine Frau und ich, dass wir aufrecht drin stehen können. Das erleichtert das Umziehen ungemein. Durch den festen Tisch können wir ohne Probleme an einem Tisch im Dachzelt sitzen. Wer kann das schon? Wir genießen das einfach für uns. 

Hier gehts zur Roomtour des Rucky-Dachzelt-Käfers:  

Der Käfer hat eine Dachlast von maximal 50 kg, dazu haben wir noch eine Stützlast von 50 kg. Das Dachzelt wird einfach hinten auf die Stoßstange aufgesetzt. Damals gab es schon die ABE-Scheine (ABE ist die Abkürzung für Allgemeine Betriebserlaubnis). 

In einer Polizeikontrolle wurde ich einmal gefragt, ob ich das so transportieren dürfte. Ich habe den Polizisten alles erklärt und gezeigt. Wichtig ist nur, dass es als Ladung zählt. Heißt, es muss abnehmbar sein. Der eine Polizist sagte nur zum Anderen: „Siehste! Hab ich dir doch gesagt!“ Beide waren sich nicht ganz so einig.

 

Was ist für dich das Besondere am Dachzelten?

Harry: Das man so unabhängig ist. Man kann einfach dableiben, wo es einem gefällt. Dazu muss ich gestehen, dass wir für größere Touren unseren VW T1 Bus nehmen. Mit dem Käfer besuchen wir unsere Camping-Oldie-Club treffen. Für die großen Touren nach Schottland, Norwegen oder Polen kommt der Bus mit Aufstelldach zum Einsatz.

Harry und sein geliebter Käfer.

Hast du noch weitere Umbauten an deinem Käfer vor?

Harry: Das soll jetzt erstmal so bleiben. Es gibt immer ein paar Details: etwas mehr Licht soll dazu kommen oder eine Heizung. Da bin ich noch am überlegen, wie ich das Thema lösen könnte. Die Ideen zur Lösung hören nie auf, deswegen haben wir auch immer ein Notizzettel rum liegen (*er deutet auf seinen Notizblock). Da Schreiben wir sofort alles auf, wenn uns was auffällt.

Wo warst du schon überall mit deinem Käfer?

Harry: In ganz Europa. Nicht nur mit diesem, sondern mit einem anderen, wir fahren wahnsinnig viel mit unseren Autos. Auch unsere Alpentour, wo wir eine Woche mit unseren Oldies unterwegs sind, ist immer ein Highlight für die Leute. Es macht Freude, dass Lachen der Leute zu sehen. Das ist echt klasse. Hier sind wir mit den Käferfreude Nordschwaben unterwegs. Im Camping Oldimer Club (COC) haben wir vier Treffen im Jahr. Da lernen wir immer schöne Regionen kennen.

Was habt ihr als nächstes für eine Tour geplant?

Harry: Wir werden in den Schwarzwald zum COC Treffen fahren. Das wird wieder lustig, mit 70 – 100 Fahrzeugen. Das Treffen ist schon sehr speziell, weil hier jeder Wert auf das Ganze legt. Hier muss alles stimmig sein. 

Vom Stuhl bis zum Geschirr; alles passt genau zum Auto. Da ist die Resonanz der Besucher genau so groß wie hier, deswegen ist auch schon meine Stimme weg. Eine kleine Erkältung und tausende Fragen hier auf dem DACHZELT FESTIVAL 2019. Macht meine Stimme nicht mit. Aber es macht einfach Spaß und ich will ja auch jede Frage beantworten.

Das hört sich richtig prima an. Wir wünschen dir auf jeden Fall weiterhin sehr viel Spaß auf dem DACHZELT FESTIVAL 2019 und Freude mit deinem Käfer und eine aufregende Reise in den Schwarzwald. Kurier dich aus und schone die Stimmbänder, denn die nächsten Interessenten mit Fragen lauern bestimmt schon irgendwo. Wir danken dir! 

Du willst noch mehr Inspirationen?

Wenn du nicht genug vom Dachzelten bekommen kannst, dann zieh dir mal den unser letztes Setup rein:

40 Jahre Dachzelterfahrung – OPA KLAUS und sein Dachzelt-Anhänger

Jeden Mittwoch erscheint ein neues Portrait mit spannenden Dachzelt-Setups hier auf unserem Blog und als Video auf Instagram TV und Youtube! Schaut doch mal wieder vorbei!
 

Und wenn ihr selbst ein spannendes Dachzelt-Setup habt, dann schreibt uns doch einfach und wir verabreden uns bei einem der nächsten Treffen, Camps oder Festivals!

Liebe Grüße vom Dach,
deine Set-Up Hunters.

Video by NeververStopExploringCrew
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Foto by Michael Heinrich
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Interview by Anna und Tobi
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About Tobi Seibel

Tobias unterstützt die Dachzeltnomaden seit Mitte 2018 im Bereich Systempflege. Hauptsächlich kümmert er sich um die Stellplatzkarte und um weitere technische DZN Projekte, die noch in der Zukunft liegen. Beruflich ist er allerdings mehr mit der Bahn unterwegs und zwar als Projektleiter spezieller Bauprojekte. Tobias, seine Frau und die zwei Hunde können es kaum erwarten sich ab 2019 auch offiziell Dachzeltnomaden nennen zu dürfen und freuen sich auf die neuen Abenteuer!

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