Dachzeltnomaden Hilfsaktion

Die größte Naturkatastrophe der Nachkriegszeit

In der Nacht vom 13. auf den 14.07.2021 brach nach extremen Unwettern mit bis zu 150 Litern Niederschlag pro Quadratmeter eine verheerende Flutkatastrophe über das Ahrtal herein. Innerhalb weniger Stunden stieg das Wasser der Ahr und ihrer Nebenarme vielerorts auf einen Pegelstand von unglaublichen 7 bis 8 Meter. Der bisherige Rekord lag 2016 bei 3,71 Metern. 

Die Ahr überflutete weite Teile des Ahrtals und verschluckte Dörfer, Campingplätze und Auen des Ahrtals. Viele Häuser standen bis unter die Decke des ersten Obergeschosses unter Wasser. Die Fluten rissen alles mit sich und hinterließen ein dramatisches Bild der Verwüstung. 180 Menschen verloren in den Fluten ihr Leben. 

Altenburg vor und währende der Flutkatastrophe im Ahrtal | Foto:Bild.de

Das WIR zählt!

Die erschütternden Bilder der Flut ließen uns nicht mehr los. Auf dem DACHZELT POPUP Goldenstedt entschieden wir 3 Tage nach dem Ereignis die Flutopfer mit Spenden zu unterstützen und sammelten an nur einem Wochenende eine beachtlichen Spendensumme von knapp 7.000 Euro. Mittlerweile haben wir diese Summe bei weitem überschritten. 

Hier findest du die aktuelle Spendensumme und Infos dazu, wie auch du spenden kannst!

Aber Spenden sammeln war uns nicht genug. Wir hatten das Gefühl, mehr tun zu wollen. Zusehen, während im Ahrtal händeringend tatkräftige Hilfe benötigt wurde, reichte uns nicht aus. 

Dazu kam, dass wir keine Ahnung hatten, an wen wir die gesammelten Spenden richten sollten. Die großen Hilfsorganisationen schienen uns zu “indierekt” – wir wollten die Spenden gezielt dort hin senden, wo sie wirklich gebraucht wurden: An die betroffenen Bewohner des Ahrtals.

Anpacken anstatt zusehen

Nach einer kurzen Beratung im Dachzeltnomaden Kernteam entschieden wir uns, selbst ins Ahrtal zu fahren und uns ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Wir wollten anpacken um mit unserem Beitrag einen Unterschied zu machen.

 

Am 31.07. hatten wir zu siebt unseren ersten Einsatz in einer Schule in Bad Münstereifel, am Tag darauf halfen wir in Privathaushalten in Schuld und Insul. Was wir dort sahen, bestätigte unser Bauchgefühl: Hier wird an allen Ecken und Enden noch viel Hilfe gebraucht. Das haben wir am 01.08. in einem DZN Live auch an unsere Community kommuniziert.

Innerhalb eines Tages entstand die Grundlage für unsere Hilfseinsätze, die bis heute noch andauern: Dank der lieben Unterstützung der Rupperather Dorfbewohner errichteten wir dort ein Camp mit Lagerräumen in der alten Schule, organisierten Autos für den Transport der Helfer ins Ahrtal, entwickelten ein Materialmanagement- sowie Personalplanungskonzept und scouteten die ersten Baustellen in Altenburg. 

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Wir sind gekommen und geblieben

Nach mehrere Wochen im Einsatz hat sich viel entwickelt: Wir konnten über unsere Social Media Kanäle tausende Euros an Geld-, Material und Sachpsenden sammeln, wir shutteln täglich 50-100 Helfer ins Ahrtal und zurück und haben inzwischen in dutzenden Häusern mit Hand angelegt.

Unsere Arbeit konzentriert sich auf die Entkernung von Gebäuden. Ein Arbeitschritt, der nach der Entrümpelung und Entfernung des Schlammes möglichst schnell erledigt werden muss, um zu verhindern, dass die Gebäude schimmeln. 

Viele Betroffene sind traumatisiert und mit der Situation völlig überfordert. Sie stehen vor dem Scherbenhaufen ihrer Existenz und können die anstehende Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes alleine nicht stemmen. 

Dabei helfen wir

Wir sind jeden Tag im Ahrtal im Einsatz. Bewaffnet mit Stemmhämmern, Kabeltrommenln, Generatoren, Schaufeln und Schubkarren nehmen wir uns der nassen Gebäue an, um den Betroffenen diese Arbeit abzunehmen. 

Wir stemmen Putz von den Wänden und den Estrich aus dem Boden. Wir entkernen Badezimmer und reißen Decken ab. Unser Ziel: das Haus in den Rohbauzustand zurückzuversetzen, damit es trocknen kann.

Wir geben Mut und Zuversicht

Was wir mit unserer Arbeit leisten, ist uns erst später bewusst geworden. Oberflächlich sind wir damit beschäftigt, die Häuser zu entkernen. Aber hier geht es um mehr als Putz, Estrich und Schutt. 

Mir unserer Unterstützung geben wir den Menschen wieder Mut und Zuversicht nach vorne zu schauen. Wir stehen ihnen mit geballter Man und Womanpower zur Seite und zeigen ihnen: Ihr seid nicht alleine. Gemeinsam stemmen wird das! 

Das Lächeln was nach 2-3 Tagen unserer Arbeit in den vorher leeren Gesichtern der Menschen wieder erscheint, ist unbezahlbar. Die Tränen der Rührung und die Umarmungen, die man von ihnen erhält, sind Balsam für die Seele. 

Hier sind wir genau richitg

Wir spüren, dass wir in diesem Moment, an diesem Ort, genau richtig sind und das Richtige tun. Das merken auch die vielen hundert Helfer, die inzwischen mit uns in das Ahrtal gefahren sind. 

Hier können wir ein Zeichen setzen. Hier können wir einen Mehrwert bieten. Hier können wir es hautnah erleben: 

Das WIR zählt!

Auf diesen Seiten findest du alle Informationen, die du brauchst, um auch aktiv zu werden. Du kannst uns mit Geldspenden, Sachspenden, mit deiner Hilfe vor Ort oder mit deiner Reichweite unterstützen. 

Jede Hilfe ist willkommen. Denn nur gemeinsam können wir das stemmen.

Hier findest du alle Infos über die Spendenaktionen für die Betroffenen.

Neben der aktuellen Spendensumme findest du hier auch Infos dazu, wie auch du spenden kannst: 

Hier sammeln wir gemeinsam Infos über alle Hilfsaktionen im Ahrtal.

Denn nicht nur wir helfen, sondern viele andere Organisationen und Privatpersonen.  

Wie kannst du vor Ort helfen? Wo kannst du dich anmelden? Was musst du mitbringen?

Das alles erfährst du hier: 

Was wird an Material gebraucht? Wo kannst du es hin senden? 

Diese Infos findest du hier: 

Hier findest du alle Berichte der DZN Hochwassserhilfe in der Presse: