Hybriddachzelte: Vor- und Nachteile

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Hybriddachzelte versuchen möglichst viele Vorteile von Hartschalenzelten und Klappdachzelten zu vereinen und Nachteile zu verringern. Vor allem bei Familien mit Autos mittlerer Größe findet diese Dachzeltvariante besonderen Anklang.

Die Hybriddachzelte zeichnen sich dadurch aus, dass sie in einer Hartschale verpackt sind, der Zeltraum aber erst durch das zusätzliche Auffalten des Stoffes gebildet wird. Dadurch vereinen sie den schnellen und unkomplizierten Aufbau der Harschalenzelte mit einem Raum- und Platzangebot von Klappdachzelen.

Hybriddachzelte gibt es in unterschiedlichen Bauarten und Formen und erfreuen sich immer mehr Beliebtheit. 

Was spricht für, was spricht gegen ein Hybriddachzelt? Wir haben alle Vor- und Nachteile in diesem Beitrag für dich zusammengestellt.

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Das beste Dachzelt

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Wie findet man das beste Dachzelt?

Seid ihr auch so erschlagen von den vielen Möglichkeiten? So viele Hersteller, so viel Auswahl, aber keinen Durchblick? Wie soll ich da MEIN Dachzelt finden? Worauf muss ich achten? Wie kaufe ich am besten NICHT die Katze im Sack? Welches ist das beste Dachzelt für meine Bedürfnisse? 

Wir helfen euch! Antworten auf diese und viele andere Fragen haben wir bereits in unserem DZN Live! am Sonntag gegeben. Du kannst dir das Video dazu hier ansehen: 

In diesem Beitrag hier erfährst du noch einmal detailliert, wie du das beste Dachzelt für dich findest. Du kannst Schritt für Schritt durch den Artikel gehen und wirst am Ende deine Auswahl auf ein Minimum reduzieren können. Wenn du trotzdem noch Fragen hast, welches Dachzelt das beste für dich ist, dann stelle sie gerne in der Facebook Gruppe oder direkt an uns per Mail. 

240 Dachzelt zur Auswahl – Der DACHZELT KONFIGURATOR

Wenn du schon einigermaßen weißt, worauf du bei der Auswahl von deinem Dachzelt achten willst, dann kannst du dich auch direkt auf unseren DACHZELT KONFIGURATOR stürzen.

Mit dem DACHZELT KONFIGURATOR kannst du dein Dachzelt aus über 240 zur Zeit auf dem Markt verfügbaren Dachzelten genau dein Dachzelt finden. Filtere nach Größe, Packmaß, Stoff, Farbe, Gewicht und vielem mehr!

Riesige Auswahl

Das beste Dachzelt für dich zu finden, ist keine einfache Aufgabe. Es gibt im deutschsprachigen Raum bereits über 40 Marken, die Dachzelte vertreiben. Jede Marke hat dabei auch noch die unterschiedlichsten Modelle im Sortiment. Insgesamt darfst du also inzwischen aus über 200 Modellen wählen. Verständlich, dass man da sehr schnell den Überblick verliert. 

Die kleine Dachzelt Fibel

Falls du noch ganz am Anfang deiner Recherche stehst, haben wir dir hier die wichtigsten Begriffe in einer kleinen Dachzelt Fibel zusammengestellt. 

Dachzelte lassen sich grundsätzlich in drei große Gruppen einteilen.

Hartschalendachzelt

Dieses Dachzelt besteht aus einer harte Boden und Dachschale (meist GFK) die über Gestänge miteinander verbunden sind. Dazwischen spannt sich der Stoff auf. Die Hartschale ähnelt einer normalen Dachbox, nimmt aber im Unterschied dazu meist die gesamte Dachfläche (Breite und Länge) eines durchschnittlihen Autos ein. Die Leiter ist nicht am Dachzelt fixiert, sie wird einfach in die untere Hartschale einghängt bzw. angelehnt. 

Es gibt die Hartschalendachzelte parallel öffnend (links), als Dreieck (oben nicht abgebildet) oder als Zwitter (rechts).

Klappdachzelt

Das Klappdachzelt ähnelt im geöffneten Zustand eher einem normalen Zelt. Es hat zwei Bodenhälften, die über Scharniere und Gestänge miteinander verbunden sind.  Über das Gestänge faltet sich beim Öffnen der Zeltraum auf, die Fenster und das Dach werden zusätzlich über flexible Stangen gehalten.

Zum Schließen wird der über das Auto ragende Teil des Bodens zusammen mit der Leiter über die andere Bodenhälfte geklappt. Der gesamte Zeltstoff findet zwischen den beiden Bodenhälften Platz.

Die Leiter ist zusammen mit dem Stoff immer tragender Teil des Dachzeltes. 

Klappdachzelte gibt es mit offenem Einstieg, mit geschütztem Einstieg oder mit Vorzelt.

Hybriddachzelt

Ein Hybriddachzelt sieht im geschlossenen Zustand wie ein Hartschalendachzelt aus, vergrößert aber durch einen Klappmechanismus des Bodens beim Öffnen den Zeltraum zusätzlich. 

Je nach Mechanik ergeben sich so verschiedene Dachzeltformen. Einige Hybirddachzelte haben das Vorzelt direkt integriert. Die Leiter ist auch hier tragender Teil der zusätzlich ausgeklappten Bodenfläche. 

Danke an Sascha Krist für die Dachzelt-Sketches!

Das beste Dachzelt für deine Bedürfnisse

Must have – Die harten Fakten.

Es gibt Dinge für die „musst“ du dich entscheiden bzw. es ist wichtig, sich darüber Gedanken zu machen. Dazu zählt die grundsätzliche Entscheidung für einen der oben genannten Dachzelttypen, die Frage nach der Größe des Dachzeltes, des Plaztangebotes auf deinem Auto und nach deinem Budget.

Wie reist du? – Hartschale oder Klappzelt

Damit du wirklich das beste Dachzelt für dich findest, solltest du dir erst einmal bewusst machen, für welchen Einsatzzweck das Dachzelt gedacht ist. Willst du einmal im Jahr mit deiner Familie in den Sommerurlaub nach Spanien oder Korsika reisen reisen, in die Berge fahren, Winterurlaub machen oder planst du eine halbjährige Expedition mit Dachzelt über die Seidenstraße? Für was willst du das Dachzelt in Zukunft nutzen? Wo führt dich deine Reiseroute hauptsächlich hin? Aus dieser Frage ergibt sich, ob zu dir eher ein Hartschalen- oder Klappdachzelt passt. 

Willst du lieber länger an einer Stelle stehen, mit Kind und Kegel dein Reich haben, Dachzelt, Markise, Vorzelt, Campingtisch und alles drum und dran aufbauen? Dann wird dir die Aufbauzeit des Dachzeltes vermutlich nichts ausmachen. Ob der Auf- und Abbau eine Minute oder 10 Minuten dauert, macht für dich am Ende nicht wirklich einen Unterschied, wenn du das nur ein-, zwei mal in 2 Wochen Urlaub machen musst. 

Wenn du aber lieber flexibel und autark unterwegs sein magst und häufig – vielleicht sogar täglich – deinen Stellplatz wechselst, kann eine Auf- und Abbauzeit von 10 Minuten ganz anders ins Gewicht fallen. 

Grundsätzlich sind Hartschalendachzelte und Hybriddachzelte schneller auf- und abgebaut. Bei einem Klappdachzelt brauchst du etwas länger. Außerdem musst du, je nach Autohöhe, auch auf das Autodach klettern, um von da aus das Klappdachzelt vom auf- und abzubauen. Deshalb kommt es auch auf die Höhe des Autos und wer/ wie viele Personen das Dachzelt am Ende aufbauen werden an. Je höher das Auto, desto schwieriger ist tendenziell der Auf- und Abbau alleine. 

Hier findest du alle Vor- und Nachteile von Hartschalendachzelten und Klappdachzelten. Die oben genannten Hybridmodelle versuchen die Vorteile von Hartschalen- und Klappdachzelten zu vereinen. 

TIPPS:

Faktor Zeit: 

  • Hartschalendachzelt oder Hybriddachzelt wenn es schnell gehen soll und du keinen großen Platzbedarf hast (häufiger Stellplatzwechsel): 
  • Klappdachzelt wenn du länger an einem Ort bleibst und mehr Platzbedarf hast (Familien, längere Aufenthalte auf Campingpläzen) 

Faktor Temperatur: 

  • In kühlen Gegenden eignen sich Hartschalendachzelte besser. Sie isolieren meist mehr, sind kompakter, heizen sich durch die Körperwärme schneller auf und halten die Wärme (je nach Stoff) besser.
  • In warmen Gebieten heizen sich Hartschalendachzelte sehr schnell auf. Klappdachzelte sind luftiger und offener gestaltet und eignen sich dort meist besser. Durch vier große Öffnungen kann ein angenehmer Durchzug erzeugt werden.

Faktor Witterung: 

  • In feuchten Gebieten eignen sich Hartschalen besser, weil sie weniger Stoffoberfläche haben, die nass werden kann bzw. wenn sie nass wird auch schneller wieder trocken ist.
  • In trockenen Gebieten macht das (längere) Auf- und Abbauen von Klappdachzelten mehr Spaß. 

Mit wie vielen Personen bist du unterwegs? – Die Größe des Dachzeltes

Die Größe deines Dachzeltes ist ein wichtiger Faktor bei der Wahl deines besten Dachzeltes. Es macht natürlich einen Unterschied, ob du als vierköpfige Familie oder als Single unterwegs bist. (Wobei du auch als Alleinreisender schon überlegen kannst, welche Größe des Dachzeltes vielleicht in ein paar Jahren einmal Sinn macht oder wie oft du in deinem Dachzelt Besuch empfangen willst.) 

Dachzelte sind grundsätzlich wertstabil und langlebig. Es könnte also Sinn machen, schon jetzt ein etwas größeres Exemplar zu wählen, als dann in ein paar Jahren wegen Familienzuwachs noch einmal umsteigen zu müssen. 

Eine super Merkformel für die Wahl deines besten Dachzeltes ist: Wie breit schläfst du zu Hause? Nimm das als Referenz und ziehe ca. 20% Luxusfaktor ab ;-). Denn: wer mehr Platz hat, nimmt auch mehr in Anspruch.

Beispiel: 

  • Du schläfst zu Hause auf 1,4 Breite? Dir reicht wahrscheinlich auch ein 1,2m breites Zelt.
  • Ihr schlaft zu hause zu zweit auf 1,6 m Breite? Dann reicht euch im Zelt wahrscheinlich auch 1,4 m.

TIPPS:

Faktor Breite: 

Quelle: autohome-official.com

  • 1 Person: 1,20 Meter 
  • bei 2 Personen 1,40 Meter 
  • ab 3 Personen oder Familie 1,60 Meter

Faktor Länge: 

  • Bist du knapp oder sogar über 2 Meter groß? Dann solltest du bei Hartschalendachzelten zur Überlänge greifen. 
  • Da Klappdachzelte meistens eine Liegfläche von mindestens 2,20 m oder sogar 2,40 m haben, braucht sich hier keiner Gedanken zu machen. 

Faktor Platz im Innenraum: 

  • Abgesehen von einigen Aufbewahrungstaschen und -netzen beschränkt sich das Platzangebot bei Hartschalendachzelten meist nur auf die Liegefläche.
  • Wer viel Zeug mit ins Bett nimmt oder Kleinkinder hat, die quer schlafen können, für den könnte der zusätzliche Raum, der sich bei bei Klappzelten durch ihre große Länge (meist 2,40m) ergibt, Gold wert sein.

Faktor Standfläche: 

  • Ein Hartschalenzelt benötigt dieselbe Standfläche wie das Auto
  • Ein Klappdachzelt ragt im geöffneten Zustand über das Autodach hinaus – du brauchst dadurch mehr Standfläche

Geht das auf dein Autodach? – Platzangebot und Dachlast deines Autos

Bevor du dir ein Dachzelt mit 100 kg Eigengewicht auf das Autodach montierst, solltest du dich informieren, was dein Autodach überhaupt tragen kann. Welche Dachlast ist für dein Auto zugelassen? Daraus ergibt sich das zulässige Gewicht deines Dachzeltes.

Ausschlaggebend ist hier in erster Linie die Last, die du während der Fahrt auf dem Auto hast – die sogenannte “dynamische Dachlast”. Dazu zählen neben dem Dachzelt selbst auch die Dachträger, Montagematerial, die Matratze des Dachzeltes und alles an Bettzeug & Co, was du im Dachzelt aufbewahrst und transportierst. 

Die Dachlast ist ein viel diskutiertes Thema und wird häufig heißer gekocht als nötig. Allerdings ist das Thema eine sicherheitsrelevante Thematik und sollte deshalb nicht missachtet werden. Hier findest du alle wichtigen Infos zum Thema: “Dachzelte und die zulässige Dachlast”

Die zulässige Dachlast deines Fahrzeuges findest du im Handbuch deines Autos oder kannst du beim Hersteller erfragen.

TIPPS:

Faktor Gewicht auf dem Autodach:

  • Hartschalendachzelte sind meist schwerer als Klappdachzelte. Bei über 60kg Dachlast machen für Hartschalendachzelte Sinn.
  • Bei einer Dachlast von 50 kg und darunter solltest du wahrscheinlich auf ein Klappdachzelt zurückgreifen.

Faktor Platz auf dem Autodach:

  • Wenn du Platz auf dem Autodach sparen musst, eignen sich Klappdachzelte. Sie haben ein kleineres Packmaß als Hartschalendachzelte (ca. die Hälfte der Liegefläche).
  • Bei Hartschalendachzelten entspricht die Liegefläche auch der Größe des Zeltes: Sie brauchen mindestens 2 m x 1,2 m Platz auf dem Autodach. Dafür gibt es Hartschalendachzelte, die noch zusätzlich (meist ca. 25 kg) beladen werden können.
  • Beachte: nicht jedes Hartschalenzelt passt auf jedes Autodach. Wenn das Zelt zu lang ist kann es passieren, dass der Kofferraum nicht mehr aufgeht.  

Was darf es kosten? – Dein Budget

Was darf ein Dachzelt kosten? Warum sind manche so günstig und manche so teuer? Über dein Budget solltest du dir schon am Anfang der Suche bewusst sein.

Es gibt auf dem Dachzeltmarkt Dachzelte in allen Preiskategorien. Du kannst dich für ein “Made in Germany” bzw. „Made in Europe“-Dachzelt für etwas mehr Geld entscheiden oder auf einen günstigeren Import aus Fernost zurückgreifen.

Häufig, aber nicht immer, ist der Preis neben den Produktions- und Importkosten vor allem an die Verarbeitungs- und Materialqualität gekoppelt. Insbesondere die Verarbeitungsqualität und die Qualität des Stoffes, aus dem das Dachzelt nun mal zum Großteil besteht, spielt hier eine wichtige Rolle.

Der vielbeschworene Spruch „Wer günstig kauft, kauft zweimal“ ist nicht pauschal auf Dachzelte zu übertragen. Auch ein günstiges Zelt kann für alle Einsatzgebiete genutzt werden und deine Reisen genau so lange begleiten, wie ein teures Zelt. 

Die Auswahl des besten Dachzeltes für dich hilft aber nichts, wenn dein Budget es nicht zulässt. Was darf es also kosten?

TIPPS:

  • Gib kein Geld aus, was du nicht hast
  • Manche Dachzelt-Verkäufer bieten aber Finanzierungen an.
  • Hast du schon mal über ein Selbstbau-Projekt nachgedacht? Wie wäre es mit einem Wurfzelt auf einer Plattform auf dem Autodach. Inspirationen findest du hier oder in unserer Facebook Gruppe.
  • Probieren geht über studieren: Kauf nicht die Katze im Sack! Wer weiß, ob dir das Dachzelten überhaupt gefällt? Vielleicht ist ein Dachzelt leihen für dich eine Option. So kannst du es ein Wochenende oder einen Urlaub lang testen. Hier findest du Kontakte zu Verleihern.
  • Ein gebrauchtes Dachzelt kaufen: Es muss nicht immer das neuste vom Neusten sein. Dachzelte haben eine sehr robuste und einfache Technik. Wenn der Stoff pfleglich behandelt wird, halten sie sehr viel aus und sehr lange durch. Schau dich mal auf dem Gebrauchtmarkt um!

Nice to have – Die Soft-Facts

Neben den ganzen harten Faktoren bei der Auswahl des besten Dachzeltes für dich gibt es auch noch einige weichere Faktoren, die nicht unbedingt ausschlaggebend für dein Dachzelt-Abenteuer, aber für den Komfort und das Wohlbefinden manchmal fast genauso wichtig sind. 

Wie viel Wohnraum brauchst du?

Beim Dachzelten gibt es zwei verschiedenen Möglichkeiten Wohnraum zu nutzen.

Erste Variante: das Dachzelt selbst.

Hier gibt es die unterschiedlichsten Formen und Gestalten von Dachzelten. In manchen kannst du gemütlich sitzen, Karten spielen oder fast stehen, in anderen kannst du kaum oder nur mit angezogenem Kopf kauern. Klappdachzelte,  Hybriddachzelte oder dreieckig öffnende Hartschalendachzelte sind in der Regel höher und bieten mehr Kopffreiheit als klassische parallele Hartschalendachzelte. 

Zweite Variante: ein Vorzelt.

Es gibt nicht nur die Möglichkeit, sich im Dachzelt selbst aufzuhalten. Auch ein geräumiges Vorzelt ist eine prima Aufenthaltsraum für die ganze Familie.

Es gibt Dachzelte, die ein integriertes Vorzelt haben, bei anderen baut man das Vorzelt separat an. Klappdachzelte bieten per Se immer einen Unterstand durch die aufgeklappte Zelthälfte, die je nach Montagevariante meist über das Auto ragt. Selbst wenn du kein extra Vorzelt hast, stehst du mit einem Klappdachzelt selten im Regen.

Gerade bei längeren Reisen in kälteren/feuchten Regionen mit Kind und Kegel ist ein Vorzelt durchaus als Aufenthaltsraum zu empfehlen. Auch zum ungestörten Umziehen im Stehen oder gemütlichen Frühstück mit Privatssphäre eignet sich ein Vorzelt prima. 

TIPPS:

Faktor Dachzelt Höhe: 

  • Willst du dich oder mit deiner Familie auch tagsüber im Dachzelt aufhalten – eventuell sogar mit mehreren Personen? Dann passt ein Klappdachzelt oder ein Hybriddachzelt mit Vorzelt besser zu dir.
  • Wenn du das Dachzelt nur zum Schlafen nutzt und es die restliche Zeit ohnehin zugeklappt ist, dann bist du mit einem Harschalendachzelt prima bedient.

Faktor Vorzelt: 

  • Wenn du einen privaten Raum mit Stehhöhe haben möchtest, der den Aufenthaltsraum des Dachzeltes erweitert, ist ein Klappdachzelt eher etwas für dich. Klappdachzelte gibt es mit integriertem oder optional erhältlichem Vorzelt. Bei Hartschalendachzelten muss ein Vorzelt separat angebaut werden oder du kannst dir mit einer Markise behelfen. 
  • Ist dir ein Aufenthaltsraum egal, dir macht ein bisschen Regen nichts aus oder du hast einen Rückzugsort im Auto? Dann kommst du auch mit einem Hartschalendachzelt klar. Wie wäre es als Alternative mit einem kleinen Pavillion ganz unabhängig vom Dachzelt? Oder einer Markise? 

Welches Material gefällt dir?

Auf den ersten Blick ähneln sich einige Dachzelte sehr. Ja, man fragt sich manchmal sogar, worin sich einige Dachzelte überhaupt unterscheiden. Der Teufel Steckt hier definitiv im Detail, denn Unterschiede gibt es im Stoff, bei der Matratze, den mechanischen Bauteilen, der Bodenplatte, den Kederleisten usw.. Das sind durchaus nicht nicht nur Schönheitsfragen.

Beispielsweise hat man bei Zeltstoffen aus Polyester mit Beschichtung wenig bis gar kein Problem mit Schimmel- und Stockflecken. Dafür sind diese Stoffe weniger atmungsaktiv als solche mit höherem Baumwollanteil.

Eine falsche Matratze für deine Bedürfnisse kann dich um den ganzen Schlaf in deinem Urlaub bringen. Und ein Anblick einer Bodenplatte, die in kürzester Zeit Gebrauchsspuren und dicke Beulen aufweist, wird ein ästhetisches Auge auf Dauer auch nicht froh machen. 

TIPPS:

Faktor Stoff:

  • Ein Stoff mit hohem Polyesteranteil und PVC-Beschichtung ist pflegeleicht, dafür nicht bis wenig atmungsaktiv. Vor allem an kühleren Tagen wirst du mit deutlich höherem Kondenswasseraufkommen im Zelt rechnen müssen. 
  • Ein Stoff mit höherem Baumwollanteil ist zwar atmungsaktiv, dafür musst du aufpassen, dass du dir durch Feuchtigkeit keine Stockflecken holst. Auf der anderen Seite trocknet er auch schneller, weil er das Wasser zu Teilen aufsaugt und durch eine größere Oberfläche schnellere Verdunstung erzeugt.
  • Tipp: Je schwerer der Stoff ist, desto höher wird der Baumwollanteil sein.

Faktor Matratze: 

  • Es kommt nicht nur auf die Dicke an. Achte auch auf das Flächengewicht! Eine Matratze mit 5cm Dicke kann mehr Flächengewicht (damit Dichte und mehr Komfort) haben als eine Matratze mit 8cm Dicke. 
  • Probeliegen ist da das beste Mittel der Wahl!
  • Eine 3D-Mesh-Matratzenunterlage bewahrt dich nicht nur vor lästigem Kondeswasser und der Notwendigkeit deine Matratze zum Lüften immer wieder aufzustellen, sie erhöht auch den Komfort noch ein wenig. 
  • Eine Matratze kannst du dir auch maßanfertigen lassen. 

Faktor Bodenplatte: 

  • Ältere Dachzeltmodelle und bestimmte Dachzeltmarken haben Holzböden und sind deswegen schwerer. Dafür wirken sich Holzböden positiv auf das Raumklima, das Raumgefühl und die Kondenswasserbildung aus.  
  • Böden aus Aluminiumverbundplatten sind leichter und haben bereits eine Isolationsschicht durch ihren Hartschaumkern.
  • Böden aus GFK Wabenplatten sind sehr stabil und leicht, bieten allerdings weniger Isolierung.

Was sagt die Optik?

Ist dir auch die Optik wichtig oder kommt es dir nur auf die inneren Werte an? Wie findest du es, wenn dein weißes Auto einen riesigen schwarzen Hut trägt? Oder das Dachzelt breiter ist als dein Dach? Solange du dich an die rechtlichen Vorgaben hälst (z.B. das Dachzelt nicht über die Seitenspiegel hinaus ragt) ist die Optik zwar nur zweitrangig, aber trotzdem nicht zu vernachlässigen.

TIPPS:

  • Passe die Dimension deines Dachzeltes an die Dimension deines Autos an. 
  • Passe die Farbe des Dachzeltes an dein Auto an.
  • Es gibt Diskussionen ob ein schwarzes oder weißes Dachzelt bei Sonneneinstrahlung besser ist. Hier verhält es sich ähnlich wie mit deinem Auto: Beide heizen sich auf. Ob es wirklich einen relevanten Unterschied macht kannst du nur durch Testen herausfinden.

Wie ist das mit dem Ausblick?

Du brauchst mehr Weitblick? Wie wäre es mit einem Dachzelt mit Panoramadachfenster? Oder 360-Grad-Rundumblick? Ja, so etwas gibt es! Bei manchen Dachzelten kannst du den Stoff sogar rundherum abmachen und damit komplett unter freiem Himmel schlafen. Aber keine Sorge: wirklich alle Dachzelte haben mindestens zwei Fenster (meistens mehr) inklusive Fliegengitter und damit auf jeden Fall genug Öffnungen zum Lüften.

Hier geht es wieder nur um deinen Geschmack: magst du lieber mehr Ausblick haben oder bist du Realist und weißt, dass du die meiste Zeit in deinem Dachzelt ohnehin verschläfst?

TIPPS:

  • Mehr Fenster heißt auch mehr Nähte, mehr Reißverschlüsse und mehr Stellen an denen es undicht werden oder etwas kaputt gehen kann. 
  • Mehr Fenster bedeutet aber auch vielfältigere Durchlüftung an warmen Tagen. 
  • Ein Dachfenster bedeutet: schönen Lichteinfall, aber eine durchsichtige PVC-Schicht, an der sich besonders gut Kondenswasser bilden kann. 
  • Frage dich ehrlich: Wie oft kommt es vor, dass ich einen perfekten 360-Grad-Rundumblick habe und den genießen kann oder für Instagram festhalten möchte.

Was passt alles rein, drauf und daneben?

Die allermeisten Dachzelte haben den grandiosen Vorteil, dass neben der Matratze auch noch das Bettzeug und manchmal sogar das Vorzelt im geschlossenen Dachzelt transportiert werden kann. Dadurch bietet das Dachzelt nicht nur nachts einen erheblichen Platzvorteil, sondern auch während der Fahrt, weil du Dinge die du über Tag ohnehin nicht brauchst, auslagern kannst. Es gibt aber Unterschiede, wie viel Stauraum im Dachzelt insgesamt zur Verfügung steht. 

Da das Dach oftmals dem Transport von Fahrrädern, Kanus oder anderem Equipment dient, steht ein Dachzelt in vielen Fällen in Konkurrenz zu dem gewohnten Transportplatz über dem Kopf.

Aber auch hier gibt es besondere Lösungen, um neben oder auf dem Dachzelt weiterhin Transportmöglichkeiten zu erhalten. Neben Hartschalendachzelten mit Gepäckträgern (meist bis 25 kg), gibt es auch Klappdachzelte, die besonders schmal sind, sodass daneben Platz auf den Querträgern für anderes Equipment bleibt.

TIPPS:

  • In geschlossenen Hartschalendachzelten ist meist mehr Stauraum vorhanden, weil die Grundfläche größer ist und weniger Stoff mit eingeklappt wird. 
  • Einige Hartschalendachzelte haben zusätzliche Gepäckträger auf der Schale, um kleinere Lasten bis 25 kg zu transportieren.
  • Klappdachzelte sind kleiner und kompakter. Sie nehmen grundsätzlich weniger Platz auf dem Dach ein, sodass daneben noch Platz verbleibt. Es gibt sogar extra schmale Varianten, um daneben noch Sportgeräte wie Kanus zu platzieren.

Anfassen, probeliegen, probeschlafen

Nach all diesen Informationen und Tipps bist du DEINEM besten Dachzelt hoffentlich einen großen Schritt näher gekommen. Eine gute Empfehlung vor dem Kauf deines eigenen Dachzeltes ist aber immer: anfassen, probeliegen, probeschlafen. 

Neben den Informationen über die verschiedenen Dachzelte ist es auch wichtig, das Dachzelt deiner Wahl zu berühren, den Stoff zu fühlen, die Matratze zu testen, den Geruch zu riechen und den Ausblick zu checken. 

Auf Messen und Treffen kannst du dich super mit anderen Dachzeltnomaden austauschen und bei Dachzelt-Händlern über alle unterschiedlichen Dachzelte informieren. Die größte Auswahl an Dachzelten findest du wohl auf dem DACHZELT FESTIVAL.

Im Idealfall findest du einen Dachzelt Vermieter, der das Dachzelt deiner Wahl zur Vermietung bereit hat und machst erst einmal einen Testlauf. Vor allem bei der realen Benutzung im Dachzeltalltag und beim Probeschlafen wird dir schnell auffallen, ob das Dachzelt wirklich das Beste für dich ist.

Wir wünschen dir viel Erfolg!

Hast du schon wieder Lust auf ein Treffen?

Willst du dabei sein, wenn tausende Dachzeltnomaden sich an einem Ort treffen, gemeinsam campen, sich austauschen, am Lagerfeuer sitzen? Dann komm zum nächsten DACHZELT FESTIVAL! Vorträge, Workshops, Kinderprogramm, Offorad viele viele wunderbare Menschen und ein Meer von Dachzelten erwartet dich! Ob oben mit oder ohne: Bei uns is jeder willkommen! Dachzeltnomade ist man, wenn man sich so fühlt!

Wir sind gerade dabei kleine regionale DACHZELT MEETUPS ins Leben zu rufen. Hast du Lust dabei zu sein oder sogar zusammen mit uns eins in deiner Region zu organisieren? Schau dir das mal an und melde dich bei uns!

Außerdem gibt es im Oktober das DACHZELT CAMP SPECIAAL in Holland! Willst du dabei sein? Dann trag dich in unseren Newsletter ein und erfahre als erster, wenn der Ticketverkauf startet!

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Dachzelt: Geht das auch auf meinem Auto?

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Dachträger und Dachzelt Checkliste

Du fragst dich, ob auf dein Auto auch ein Dachzelt passt? Und wenn ja, welches? Diese kleine Dachzelt Checkliste soll dir bei den ersten Schritten und der Entscheidung für die richtigen Dachträger und das passende Dachzelt helfen. „Dachzelt: Geht das auch auf meinem Auto?“ weiterlesen

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Die leichtesten Dachzelte in der Fliegengewichtsklasse

Ein leichtes Dachzelt: Das GT ROOF von GentleTent
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Dachzelte sind eigentlich eher zu den Schwergewichten unter den Zelten zu zählen. Aufgrund ihres speziellen Aufbaus mit dem massiven Boden, der Hartschale, dem Gestänge, den Gasdruckfedern, den Beschlägen und Scharnieren bringen sie je nach Zelttyp im Durchschnitt 45 bis 75 Kilogramm auf die Wage.

Immer wieder trifft man deswegen auf die Frage, ob das Autodach das Dachzelt überhaupt aushält. Und während beispielsweise BMW beim Mini sogar mit der Schlafmöglichkeit auf der Karosse Werbung macht, will manch anderer Autohersteller – zumindest offiziell – keine Gewähr übernehmen, dass man am nächsten Morgen nicht vielleicht ein Stockwerk weiter unten aufwacht.
„Die leichtesten Dachzelte in der Fliegengewichtsklasse“ weiterlesen

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Was sind Dachzelte?

Was sind Dachzelte? Auf dem Dachzelt Festival gibt es alles!
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Dachzelte ist eine speziell für Autodächer konzipierte Zeltkonstruktion. Sie sind vom Fahrzeug unabhängig, werden kompakt transportiert und bilden aufgeklappt einen Wohnraum. Dachzelte werden über Querträger mit dem Auto fest verbunden.

Alle Dachzelte bestehen aus einer Bodenplatte und/oder zwei Schalenhälften, die über ein Gestänge und/oder Gasdruckfedern geöffnet werden und die Struktur des Zeltes bilden. Dieses Konstrukt wird von einem Zeltstoff umspannt, der Stabilität bringt und den Raum abschließt. Manche Zelte verdoppeln durch den Klappmechanismus ihre Grundfläche und ragen im offenen Zustand weit über das Auto heraus.

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13 Gründe warum Dachzelten geil ist!

Dachzelten ist Freiheit genießen auf dem Autodach.
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Warum Dachzelten? Warum nicht einfach ein Wohnmobil, Wohnwagen, Kastenwagen, Bus oder Van? Wäre das nicht viel einfacher? Und wärmer? Und entspannter? Und ungefährlicher? Und trockener? Und überhaupt…?

Na klar – aber Dachzelten hat was!

Dachzelten ist irgendwie besonders. Dachzelten ist drinnen aber trotzdem draußen. Es ist ein Raum und doch kein Raum. Es ist Zelten und doch kein Zelten. Es ist geschützt und dann doch irgendwie offen. Es ist erhöht, aber nicht zu hoch. Es ist alleine und doch irgendwie verbunden. Es ist privat aber irgendwie auch öffentlich. Es ist leicht, aber trotzdem manchmal hart.

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Dachzelte und die zulässige Dachlast

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Das bestimmt am häufigsten diskutierte Thema bei Dachzeltneulingen ist die Frage nach der Dachlast. Kein Thema wirft mehr Verunsicherung auf, und es gibt fast niemanden, der sich diese Fragen nicht auch am Anfang gestellt hat:

  • Hält mein Dach das aus?
  • Wie viel darf mein Auto überhaupt tragen?
  • In meinen Handbuch steht 75 kg zulässige Dachlast. Das Zelt wiegt aber schon mit Trägern 70 kg. Ich wiege 100 kg, meine Frau 70 kg und die Kinder zusammen 60 kg: Wie soll das funktionieren?

Kein Wunder, dass hier Klärungsbedarf besteht. Denn im normalen Alltag kommt man selten dazu, sein Autodach mit großen Lasten zu beladen, geschweige denn darauf herumzulaufen. Jeder hat schon mal Fahrräder auf dem Dach gesehen. Ab und zu transportiert ein Handwerker eine Leiter oder sein Equipment auf dem Dach. Aber voll beladene Autodächer kennt man dann doch eher aus dem 4×4 Bereich oder von Bildern afrikanischer oder indischer Reisebusse. Also, wie ist das nun genau?

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Klappdachzelte: Vor- und Nachteile

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Unter den Dachzelten sind Klappdachzelte besonders bei Offroadern und Familien sehr beliebt und in wärmeren/trockenen Klimaregionen häufig im Einsatz. Sie zeichnen sich durch ihre kompakten Packmaße in Kombination mit einem großen Raum und Platzangebot aus. Sie sind relativ leicht und bieten bei heißen Temperaturen ein luftiges Raumklima. 

Was spricht für, was spricht gegen ein Klappdachzelt? Wir haben alle Vor- und Nachteile in diesem Beitrag für dich zusammengestellt.

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Hartschalenzelte: Vor- und Nachteile

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Das Hartschalenzelt ist unter den Dachzeltnomaden bei den Power-Usern sehr beliebt. Hartschalenzelte zeichnen sich durch ihren schnellen Auf- und Abbau aus und sind somit für Camper mit häufigen Stellplatzwechseln prädestiniert. Bei feuchter/nasser Witterung ist die geringe Zeltstoff-Oberfläche von Vorteil. Die feuchte Fläche wird so auf ein Minimum reduziert, sie sind schnell getrocknet und schnell wieder einsatzbereit.

Was spricht für, was spricht gegen ein Hartschalenzelt? In diesem Artikel haben für dich alle Vor- und Nachteile zusammengestellt!

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