Dachzelt im Sturm – geht das?

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Der Dachzeltnomaden Kalender 2021

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Kann man eigentlich bei Sturm im Dachzelt übernachten? Wie ist das bei starkem Regen? Wird das im Sommer nicht ultra heiß im Dachzelt? Und schützt das Dachzelt auch bei Gewitter?

Spätestens nachdem du das erste Mal in ein extremes Wetterphänomen gerätst, wirst du dich mit diesen oder ähnlichen Fragen beschäftigen. Oft ist es aber praktisch, wenn du nicht erst dann mit der Recherche anfängst, sondern schon vorher weißt, worauf du dich in etwa einstellen kannst.

Und wenn du keine Lust zu lesen hast, kannst du dir alle Tipps und Tricks über die verschiedenen Wetterphänomenen in diesem DZN Live anschauen:

Sturm & Dachzelt

Einige Dachzeltnomaden denken, dass das anstrengendste Wetterphänomen im Urlaub Regen ist. Allerdings bedenken dabei viele nicht, dass man sich gegen Regen gut schützen kann. Beispielsweise hilft schon gute Kleidung um sich trocken zu halten oder du bleibst einfach den ganzen Tag im Dachzelt und genießt das angenehme Prasseln auf dem Dach. Was hilft aber wirklich gegen Wind? Ist man diesem nicht hilflos ausgeliefert?

Klar gibt es auch Windjacken & Co, außerdem schützt dich natürlich auch das Dachzelt selbst vor Wind. Anhaltende, heftige Windböen können deinen Dachzelturlaub dennoch im Handumdrehen in ein Desaster verwandeln. Schnell ist mal eine Stange gebrochen oder ein Fliegengitter gerissen. Außerdem macht auch das Aufstellen und Einpacken von Dachzelten bei Sturm keinen Spaß.

Kurzum, kräftiger Wind ist in meinen Augen der wahre Feind des Dachzeltnomaden. Da wir uns das Wetter aber nicht immer aussuchen können, müssen wir auch mit diesem Wetterphänomen leben. Wie das am besten geht, welche Gefahren durch Wind beim Dachzelten entstehen und wie du dem Sturm vielleicht doch noch entkommst, das erfährst du in diesem Artikel.

Was ist der Unterschied zwischen Wind, Sturm und Orkan?

Als Wind wird in der Meteorologie eine gerichtete, stärkere Luftbewegung in der Erdatmosphäre bezeichnet – das kann bereits eine laue Brise sein. Ein Sturm dagegen ist ganz genau definiert: ab 74,9 km/h wird ein Wind als Sturm bezeichnet. Ab 117,7 km/h ist der Sturm dann ein Orkan (Quelle: Wikipedia).

Im Prinzip definiert jeder Dachzeltnomade seine Wohlfühlwindstärke selbst. Für den einen sind 50 km/h noch ok, für den anderen wird es schon ab 30 km/h unangenehm. Spätestens bei Sturm können wir euch aber versprechen, dass es unangenehm wird im Dachzelt.

Kann man bei Sturm im Dachzelt schlafen?

Grundsätzlich kann man bei Wind – auch bei starkem Wind oder Sturm im Dachzelt schlafen. Der Wind selbst ist erst einmal nicht gefährlich.

Allerdings wird es bei Wind sehr schnell ungemütlich im Dachzelt. Der Stoff schwingt bereits bei leichtem Wind mehr als melodisch mit und wird bei stärkerem Wind schnell furchtbar laut. Diese lauten, peitschenden Geräusche können dir schnell den Schlaf rauben. Je nach Stoff und Verarbeitung des Dachzeltes kann das auch von Dachzelt zu Dachzelt stark variieren.

Doch auch alle anderen beweglichen Teile am Dachzelt klappern und bewegen sich im Wind: die Reißverschlüsse klimpern, das Gestell des Dachzeltes knarzt, die Verbinder und Schrauben ächzen, ja oder sogar dein Auto spielt bei dem Konzert mit.

Pro-Tipp gegen leichte Klappergeräusche:

Du kannst die Reißverschluss-Zipper mit Wäscheklammern zusammenklammern oder mit Klebeband umwickeln. Dann hörst du das aneinander klimpernde Metall nicht mehr. Alternativ kannst du die Schieber auch mit Schrumpfschläuchen fixieren.

Gegen den trommelartigen Wind, der auf deine Stoffwände peitscht, ist wohl noch kein Gras gewachsen. Dort hilft nur ignorieren oder Watte ins Ohr.

Selbst wenn du aber den Wind und seine Auswirkungen nicht mehr hören solltest, bleibt dir immer noch die rhythmische Bewegung, die durch den Wind entsteht. Dein Dachzelt verwandelt sich nämlich im Handumdrehen zu einem riesigen Segel. Manch einer mag beim Schlafen im Dachzelt bei Wind schon seekrank geworden sein.

Letztendlich reagiert jeder anders auf die Auswirkungen des Windes auf das Dachzelt. Den einen stört das schwankende Dachzelt bei Wind empfindlich und an Schlaf ist nicht mehr zu denken. Der andere lässt sich von dem Wind langsam aber sicher in den Schlaf wiegen. Vermutlich musst du das selbst ausprobieren, um zu wissen, zu welcher Sorte du dich zählen darfst.

Ab wann ist Wind gefährlich im Dachzelt?

Auch wenn du dich gerne in den Schlaf schaukeln lässt, solltest du trotzdem darauf achten, dass dir der Wind nicht gefährlich wird. Wie gesagt, bietet starker Wind zunächst einmal keinen Anlass zur erhöhten Sorge.

Bei Sturm, orkanartigen Böen oder Orkan solltest du dein Glück allerdings nicht überstrapazieren und die Nacht lieber im Auto oder in einem Haus verbringen. Abgesehen davon, dass bei diesen Windstärken die wenigsten von uns beruhigt schlafen können, ist es dort dann einfach sicherer.

So kann das bei starkem Wind (ca. 90 km/h) im Dachzelt abgehen:

Video: Bastian Dingler

Je nachdem mit welcher Windstärke der Sturm bläst, können Gegenstände herumfliegen, Äste abbrechen oder gar ganze Bäume entwurzelt werden. Ganz davon abgesehen, dass dein Dachzelt den starken Winddruck vielleicht sogar gar nicht aushält. Aber dazu kommen wir später noch.

Je höher dein Setup insgesamt ist, desto größer wird vermutlich dein Wellengang sein. Natürlich hängt das auch noch vom Gewicht des Fahrzeuges, dem Gewicht des Dachzeltes und deinem Gewicht im Dachzelt ab – der Unterschied zwischen einem Hochdachkombi zu einem Kombi (Beispiel) bei gleichem Dachzelt ist aber schon deutlich spürbar.

Übrigens gibt es bei Wind noch einen weiteren Faktor, der nicht zu vernachlässigen ist: häufig kannst du bei Sturm auch mit Gewitter rechnen. Und spätestens da hört der Spaß dann vermutlich auf. Mehr über das Dachzelten bei Gewitter und anderen Wetterphänomenen findest du hier.

Wo parkst du am sichersten bei Sturm?

Wenn du eine windreiche Nacht oder gar einen Sturm erwartest, dann solltest du das bereits bei der Stellplatzwahl beachten.

Dont’s bei der Stellplatzwahl

Alles in allem solltest du bei starkem Sturm am besten gar keinen Stellplatz zum Schlafen suchen, sondern besser eine Möglichkeit, dich irgendwo drinnen aufzuhalten. Im Notfall eben im Auto.

Stelle dich nicht in Wälder oder in die Nähe von Bäumen!

Der Wind selbst macht dir und deinem Dachzelt vermutlich wenig aus. Einen herabfallenden Ast wird dein Dachzelt hingegen nicht aufhalten. Deshalb solltest du bei starkem Wind oder Sturm nicht in der Nähe von Bäumen stehen.

Stelle dich nicht in die Nähe von Felswänden!

Auch Felswände können gefährliche Geschosse beherbergen. Ein Stein auf dem Dachzelt wird dich genauso wenig erfreuen, wie ein Ast.

Stelle dich nicht in die Nähe von maroden Häusern oder Stromleitungen.

Bei Sturm, orkanartigen Böen oder Orkanen passiert es gar nicht mal so selten, dass sich Häuser abdecken oder gerissene Stromleitungen zu gefährlichen Geschossen werden. Vermeide alte Häuser und Ruinen als Schutz zu nutzen.

Do’s bei der Stellplatzwahl

Suche dir bei zu erwartendem Sturm einen Stellplatz, der dich irgendwie schützt. Wenn Felswände, Bäume und einige Häuser tabu sind, bleibt erst einmal wenig übrig. Du musst dich trotzdem nicht alleine auf weite Flur stellen.

Suche Zuflucht in Büschen und Senken!

Suche dir vielleicht eine Stelle, an der viele Büsche stehen. Da kann nicht so viel passieren. Oder du schaust dich nach Senken und kleinen Tälern um, über die der Sturm hinweg fegen kann.

Allerdings kann auch eine Senke tückisch sein, denn Dachzelte sind im Windkanal meist nur durch horizontalen Wind getestet. In einer Senke kann der Wind ebenso von schräg oben kommen, auch wenn du nicht am Rand der Senke stehst. Dein Dachzelt kann dadurch seitlich nach unten gedrückt werden und entweder mit dem Gestänge auf dir landen und/oder sich nachhaltig verbiegen.

Suche Zuflucht auf Camping-Plätzen!

Auf einem Campingplatz kannst du den Betreiber oder andere (Dauer-)Camper fragen, von wo in der Regel der Wind weht. Es gibt sicher überall Fleckchen, an denen der Wind seinen Weg einfacher findet und heftiger weht, als an dem Fleckchen um die Ecke.

Suche Zuflucht unter Brücken

Brücken gehören zu den stabilsten Bauwerken. Sie sind (meist) für die Ewigkeit gebaut. Hier kannst du relativ sicher sein, dass sie auch bei starkem Orkan stehen bleiben.

Suche Zuflucht in der Stadt!

Am Wenigsten passiert dir vermutlich in Städten mit solider Bebauung oder in Industriegebieten. Aber halte auch da Ausschau nach Gegenständen die im Zweifel bei Sturm durch die Gegend fliegen können.

Geb dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche!

Sobald dir klar ist, von wo der Wind weht, kannst du dein Fahrzeug entsprechend ausrichten. Das bedeutet, ähnlich wie in der Schifffahrt, “mit dem Wind” parken. Parke nach Möglichkeit in der Länge gegen den Wind, also Schnauze voran!

Kann man Wind vorhersehen?

Ja – glücklicherweise kann man das! In vielen gängigen Wetter-Apps kannst du schon im voraus erkennen, wie viel Wind du ungefähr zu erwarten hast. Ob es am Ende dann 30 oder 40 km/h sind, machen den Bock vermutlich nicht fett. Ein Unterschied zwischen 30 und 90 km/h wirst du aber deutlich spüren.

Auch beim Deutschen Wetterdienst kannst du dich über Wetterwarnungen informieren.

Neben den Temperaturen, der Gewitterbeobachtung und der Regenwarnung solltest du beim Dachzelten also in Zukunft zumindest ein Auge auf die Windvorhersage haben.

Was tun bei Sturm?

Wenn du schon weißt, dass es in der Region deiner Wahl windig werden soll, kannst du noch die ein oder andere Vorkehrung treffen.

Spanne dein Dachzelt ab!

Du kannst dein Dachzelt zusätzlich abspannen. Die meisten Klappzelte haben im Lieferumfang ein Set von Abspannschnüren und Heringen. Sollte das nicht der Fall sein, kannst du dich damit in jedem Campingbedarf eindecken.

Parke in Windrichtung!

Du kannst auch in die entsprechende Windrichtung parken, wenn du bereits weißt von wo der Wind kommen soll (und wohin er sich eventuell im Laufe der Nacht drehen soll!).

Richte dein Dachzelt aus!

Wenn du eine Dreiecks-Hartschale dein Eigen nennst, kannst du die spitze Seite in den Wind drehen. Bei einem Klappzelt empfiehlt es sich, den Einstieg aus dem Wind zu drehen.

Sichere deine losen Gegenstände!

Außerdem kannst du dafür sorgen, dass um dein Dachzelt herum nicht mehr so viel wegfliegen kann. Campinggeschirr, Stühle usw. werden schnell zu Geschossen oder aber auch zu Gegenständen, die du nicht mehr so schnell einfangen kannst.

Ansonsten heißt es bei Wind meistens – wie auch bei dem ein oder anderen Wetterphänomen auch – aussitzen oder weiterreisen.

Wie viel Wind hält das Dachzelt aus?

Das ist eine gute Frage! Bisher haben wir noch nicht viele Dachzelte gesehen, die durch Wind einen kompletten Totalschaden erlitten haben. Aber auch das ist tatsächlich möglich. Am DACHZELT FESTIVAL 2018 hat ein kleines Stürmchen von der Dauer einer halben Stunde beispielsweise ein komplettes Klappdachzelt zerlegt. Alle anderen Dachzelte blieben heile bzw. hatten wenn dann nur leichte Kratzer.

Manche Hersteller werben damit, dass das Dachzelt selbst Windstärke 8 und mehr standhält. Wie das bei bei 72 km/h dann aussieht, das siehst du hier:

Na? Hast du Lust bei diesem Wind im Dachzelt zu liegen? Wahrscheinlich nicht.

Sobald also eine Sturmwarnung vorliegt, ist ein Übernachten im Dachzelt – oder auch nur das Aufstellen eines Dachzeltes – nicht mehr zu empfehlen. Windstärken, die darunter liegen, können durchaus getestet werden.

Je nach deinem Setup und deinem persönlichen Empfinden, können du und dein Dachzelt einem Sturm durchaus standhalten. Vermutlich gibst du sogar auf, bevor das Dachzelt klein bei gibt. Aber bei starkem Wind und Sturm ist und bleibt es einfach unangenehm im Dachzelt.

Wenn du das Dachzelt im offenen Zustand, starkem Wind oder sogar Sturm/Orkan aussetzt, dann kannst du durchaus mit der ein oder anderen Blessur am Dachzelt rechnen. Eine verbogene Stange hier, ein gerissener Stoff da, eine geplatzte Naht oder ein defekter Reißverschluss. Insgesamt solltest du es nicht darauf ankommen lassen, wenn du die Wahl hast.

Wie häufig ist man starkem Wind ausgesetzt?

Glücklicherweise ist das ähnlich, wie bei Gewitter: es stürmt nicht jeden Tag. Genauer gesagt stürmt es sogar relativ selten.

Eine Statistik des Deutschen Wetterdienstes zeigt das recht deutlich. Vereinfacht gesagt dürfen wir also im Schnitt mit 30 oder weniger Sturmtagen im Jahr rechnen. An diesen 30 Tagen müssen wir ja nicht unbedingt dachzelten.

Statistik Sturmtage in Deutschland zwischen 1969-1998
Mittlere Anzahl der Tage mit Spitzenböen von mindestens Bft 8 für Jahr, Sommer und Winter im Zeitraum 1969 bis 1998. Quelle: DWD.de

Außerdem sind “Sturmtage” auch keine Tage, an denen es den ganzen Tag stürmt. Es können durchaus auch nur Spitzenböen der Stärke 8 oder stärker auftreten. Das heißt noch nicht, dass es die ganze Nacht aus allen Löchern pfeift. Auch das kann dir eine Wettervorhersage ziemlich genau prophezeien.

Welches Dachzelt eignet sich am besten für Sturm?

Grundsätzlich sind Hartschalendachzelte bei Wind weniger anfällig als Klappdachzelte.

Hartschalenzelte haben eine relativ kleine Angrifssfläche, einen meist stark gespannten Stoff und weniger Teile, die außen am Zelt angebracht sind. Dadurch hat der Wind nicht so viele Möglichkeiten Schaden anzurichten. Ein dreieckiges Hartschalenzelt kannst du zudem noch ideal mit der Spitze in den Wind stellen und damit die Angriffsfläche ideal verkleinern.

Ein Klappdachzelt hingegen hat von Natur aus eine recht große Angriffsfläche und flattert im Wind wesentlich mehr als ein Hartschalenzelt. Außerdem hat ein Klappdachzelt außen am Dachzelt häufig Stangen, die im Wind einfach verbiegen können oder sich sogar zu gefährlichen Peitschen entwickeln könnten.

Ein Hybriddachzelt kann je nach Bauart die Vor- und Nachteile von Klappdachzelt und Hartschalenzelten vereinen. Insgesamt kommt das aber stark auf die exakte Bauart an. Alle Vor- und Nachteile der drei genannten Dachzelt-Arten findest du hier.

Zusätzlich zu der Bauart macht auch noch der Stoff einen entscheidenden Unterschied. Je schwerer der Stoff, desto robuster wird er sein. Ein leichter Stoff aus reinem Polyester flattert im Wind wesentlich schneller als ein schwerer Stoff aus reiner Baumwolle. Dafür macht die Baumwolle bei starkem Wind erheblich lautere Schläge als die Polyester-Variante.

Ideal ist für mein Empfinden bei Sturm ein Stoff aus einer Polyester-Baumwolle Mischung.

Hält das Vorzelt einem Sturm stand?

Grundsätzlich gibt es Vorzelte, die auch stärkeren Wind aushalten.

Ob du dein Vorzelt im Wind allerdings aufbauen solltest, würde ich von Situation zu Situation entscheiden. Wenn du die Möglichkeit hast, das Vorzelt sicher im Auto verstaut zu lassen, wäre das zumindest bei starkem Wind vermutlich meist die beste Alternative.

Es gibt allerdings auch Dachzelte, die ein integriertes Vorzelt haben. Dieses solltest du bei Wind entsprechend gut abspannen.

Was solltest du noch beachten?

Ein Sturm kommt selten alleine. Wenn du Pech hast, dann bringt der Sturm noch Regen, Schnee, Hagel, Sand oder Staub mit. Außerdem kann ein Sturm auch von Blitz und Donner begleitet werden. Spätestens dann macht das Ganze ohnehin keinen Spaß mehr – bzw. wird schnell noch gefährlicher, als es ohnehin schon ist.

Hier findest du eine Übersicht über alle Wetterphänomene mit Tipps und Tricks wie du dich dabei am besten verhältst.

Meine Erfahrungen mit Dachzelten im Sturm

Ich persönlich habe schon die ein oder andere Nacht bei mäßigem und auch starkem Wind im Dachzelt verbracht. Schön ist das in der Regel nicht, vor allem weil mich die lauten Geräusche der peitschenden Windböen an meinem Dachzelt schnell nerven.

Außerdem klappert alles. An ruhigen Schlaf ist meist nicht zu denken, weil ich bei dem ganzen Gewackel dauernd das Gefühl habe, dass eine Person an meinem Dachzelt rüttelt.

Mein schlimmstes Erlebnis war eine Nacht bei Windstärke 8-9 an der Ostsee. Das war also schon ein deutlicher Sturm. Ich habe erst versucht, im Dachzelt zu bleiben. Als es sich aber im Verlaufe des Sturms immer wieder von selbst halb zugeklappt hat, habe ich entschieden, die Nacht im Auto zu verbringen, bis der Sturm vorbei ist.

Der Versuch das Dachzelt in dieser Situation noch einigermaßen ordentlich zu verschließen hat übrigens auch keinen Spaß gemacht. Glücklicherweise hat es dabei nicht auch noch geregnet.

Ein anderes Mal war es bereits tagsüber so windig, dass ich beim Sitzen im Auto mit geschlossenem Dachzelt nahezu seekrank geworden bin. Da habe ich mir dann für die Nacht einen weitaus geschützteren und nicht so exponierten Platz gesucht. Die Flexibilität haben wir ja mit Dachzelt glücklicherweise meistens.

Ich persönlich empfinde Wind als das anstrengenste Wetterphänomen beim Dachzelten und versuche dem Ganzen – wenn irgendwie möglich – immer aus dem Weg zu gehen.

Wenn es einmal nicht möglich sein sollte, setze ich mein bestes Lächeln auf und versuche das Beste daraus zu machen – selbst wenn das mal bedeutet auf dem Beifahrersitz zu “schlafen”. Denn wenn ich mich ärgere, geht der Wind auch nicht weg.

An dieser Stelle vielleicht noch der Hinweis: Ein Notschlafplatz im Auto ist nicht nur extremen Wetterbedingungen Gold wert.

Grundsätzlich geht Dachzelten allerdings bei (fast) jedem Wind und Wetter. Weitere Tipps und Tricks, wie du bei den Wetterphänomenen Gewitter, Sonne und Regen am besten dachzeltes, findest du hier.

Komm mit zum nächsten DACHZELT EVENT!

Dachzelten im Sommer, gemeinsam offroaden oder wie wäre es mit einer DACHZELT RALLYE? Willst du dabei sein bei einem dieser ganz besonderen Treffen?

Jedes Jahr veranstalten wir viele kleine und große Treffen mit Dachzeltnomaden. Ob ganz klein auf unseren DACHZELT MEETUPS oder riesen groß auf dem DACHZELT FESTIVAL – da ist für jeden was dabei!

Bei uns ist jeder willkommen:
Ob oben ohne oder mit!
 

Hier findest du eine Übersichtskarte aller DACHZELT EVENTS:

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About Rebecca Roß

Rebecca ist Dachzeltnomadin der ersten Stunde. Sie organisiert gemeinsam mit Thilo das DACHZELT FESTIVAL und ist ebenso Ansprechpartner für alles bei den Dachzeltnomaden. Rebecca ist im September 2017 in ihr Dachzelt auf ihrem Suzuki Vitara gezogen. Sie liebt die Berge und den Schnee. Diese große Reise war alles andere als geplant, es ist einfach so passiert und fühlt sich seitdem gut an.
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