Kochen unterwegs – Teil 3: Die Feuerküche

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Keine Lust zu lesen? Am Sonntag, den 31.05.2020 waren wir um 20:00 Uhr live zum Thema “Kochen mit Feuer”. Wie kocht man am Besten über offenem Feuer? Mit und ohne Hilfsmittel? Welche Utensilien braucht man für die Feuerküche? Und wie macht man überhaupt das beste Feuer zum Grillen?

Im Live haben wir euch eure Fragen beantowrtet! Und einen Überraschungsgast hatten wir auch am Start! Jürgen hat uns Asado live zubereitet! Hier nochmal die Zusammenfassung:

Ohne Mampf kein Kampf

Das Lagerfeuer knistert gemütlich vor sich hin. Kleine Funken tänzeln in den Nachthimmel empor. Wohlige Wärme macht sich rund um das Feuer breit. Leise Gitarrenklänge säuseln durch die Nacht. Wo du auch hinschaust, siehst du zufriedene Menschen, in deren Augen sich das lodernde Lagerfeuer spiegelt. Alle sind glücklich – nur bei dir will der Funke nicht so richtig überspringen, denn du hast Hunger!

Na, erkennst du dich wieder? Oder kennst du vielleicht jemanden, auf die diese Beschreibung exakt zutrifft? Keine Sorge, ich kann dir helfen! Ich zeige dir in diesem Artikel, wie du auch auf Reisen nicht auf deine heißen Kostbarkeiten aus dem Feuer verzichten musst. 

Diese Bild zeigt Menschen, die um ein Lagerfeuer sitzen

Ich zeige dir, wie du dein Essen über Feuer zubereiten kannst. Die Zeiten, bei denen es bei dir nur kalte Ravioli aus der Dose gab, gehören ab jetzt der Vergangenheit an. 

Was du hier nicht finden wirst, sind Rezepte. Denn kochen können wir doch alle, oder? Na ja, für den Fall dass du es nicht kannst, oder deine Outdoorküche einfach mal mit neuen kulinarischen Highlights aufpeppen möchtest, wirst du im Kochbuch der Dachzeltnomaden pfundig ähm fündig 😉

Du bist Quereinsteiger und kennst die ersten beiden Artikel über das Kochen unterwegs noch nicht? Dann kannst du jetzt dein Grundwissen noch erweitern und im ersten Teil alles über die Brennstoffe (Gas und flüssig) nachlesen. Im zweiten Teil dreht sich alles um die verschiedenen Campingkocher und Ihrer Einsatzgebiete.

Der Stoff aus dem dein Feuer ist  – Holz

Bevor wir uns in die Outdoorküche stürzen, müssen wir erst einmal klären, wie du überhaupt dein Feuer in Gang bekommen kannst. 

Holz gehört zu den sogenannten festen Brennstoffen. Im Hinblick auf die gasförmigen oder flüssigen Brennstoffe, sind diese relativ gefahrlos. Um sie zu entzünden, muss eine relativ hohe Zündenergie aufgebracht werden. Diese Energie (Anzünder – Zunder) muss über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten werden. Oftmals braucht es auch etwas Übung, um zum Beispiel das Lagerfeuer richtig anzufeuern.

Diese Bild zeigt einen Aufbau vom Lagerfeuer

Das Zubereiten von Speisen über dem Holzfeuer ist eine der ältesten Kochmethoden. Ob direkt über dem Lagerfeuer, oder im modernen Holzofen. Dieser Brennstoff ist sehr praktisch. Du brauchst ihn nicht unbedingt in deinem Fahrzeug zum Stellplatz zu transportieren, denn Holz zum Feuer machen kannst du praktisch überall finden. 

Darf ich überall im Wald Holz sammeln?

Du hast es schon geahnt: Die Sache mit dem Holz hat einen Haken. In Deutschland ist es grundsätzlich verboten Holz, Stöcke und Äste im Wald zu sammeln und mitzunehmen. Auch sogenanntes Totholz zählt dazu. Der Grund dafür ist einfach, denn der Wald ist kein “Niemandsland” – er ist das Eigentum von jemandem. 

Für dich bedeutet das, dass du entweder dein Feuerholz selber mitbringst, oder dich bei der Forstverwaltung informierst – kurz gesagt, du fragst einfach mal freundlich nach. Das solltest du ohnehin machen, um sicherzustellen, ob du überhaupt ein Lagerfeuer machen darfst.

Welches Holz eignet sich am besten?

Das Holz sollte im Allgemeinen trocken sein, da es sich sonst nur sehr mühsam entzünden lässt und zu allem Überfluss auch noch mehr Qualm als Flammen produziert. Am besten geeignet ist Buchenholz, denn das hat einen sehr guten Heizwert und die Glut hält lange an – kurz gesagt: Es brennt sehr lange.

Aber auch Ahorn, Kirsche und Esche brennen sehr gut. Eiche hingegen solltest du nicht für dein offenes Feuer verwenden, da es beim Abbrennen einen unangenehmen Geruch von sich gibt. Auch auf Nadelhölzer, wie Fichte, Lärche oder Kiefer solltest du verzichten.

Die sehr harzhaltigen Gehölze sorgen oft für Funkenflug und platzen beim Verbrennen gerne auf. Du kennst sicherlich diese kleinen Geschosse, die aus dem Lagerfeuer fliegen und deine neue Outdoor Hose mit deinem Oberschenkel verschmelzen…

Eigentlich kannst du aber alles an Holz verwenden, was du so in der Umgebung findest – es sei denn, es ist mit Lacken, Farbe oder ähnlichem verunreinigt. 

Lagerfeuer anzünden  – Wie wirds richtig heiß?

Klar, kannst du mit Grillanzünder, Benzin und anderem brennbaren Zeugs dein Lagerfeuer anzünden. Aber hey! Glaubst du die Jungs und Mädels im Wilden Westen hatten das damals auch? 

Ich beschreibe dir in ein paar einfachen Schritten, wie du ganz lässig zum Feuermeister ganz im Cowboy-Stil wirst.

Da wir nicht mehr im Wilden Westen oder im Mittelalter leben, darfst du nicht mehr immer und überall ein Feuer machen – vergewissere dich also unbedingt vorher, ob offenes Feuer an deinem Stellplatz erlaubt ist. Andernfalls kann es gefährlich und teuer werden!

Du ziehst also zunächst einmal los, um Feuerholz zu suchen. Das kannst du, ganz in Jäger- und Sammlermanier alleine machen, oder du machst daraus das erste Familienabenteuer der Reise. Die Kids sind doch bestimmt voller Energie nach der langen Autofahrt – also ab in den Wald! Wenn du (und deine Helfer) wieder an der Feuerstelle auftauchen, sollte die Beute aus Zunder, Anfeuermaterial und Brennmaterial bestehen.

Zum Löschen kommen wir aber weiter unten, denn jetzt wollen wir erstmal Spaß haben und Feuer machen!

Der Zunder

Als Zunder eignen sich die Samen von Löwenzahn, auch als Pusteblumen bekannt, bestens. Das flauschige Zeug an Disteln, oder auch Rohrkolben sind ebenfalls super. Trockenes Laub, feine Gräser oder Tannennadeln funktionieren auch. Natürlich muss alles vollkommen trocken sein. 

Wenn du nichts dergleichen findest, kannst du dir auch mit deinem Taschenmesser feine Holzspäne schnitzen. Auch hierbei können dich die Kids unterstützen.

Das Anfeuerholz

Als Anfeuerholz eignen sich alle Arten von dünnen Ästen, Zweigen oder Trieben. Abgestorbenes, trockenes Brennholz ist auch super. Den Turbo in Sachen Anfeuern zündest du mit Fichtenreisig. 

Das Brennholz

Das Brennholz, davon brauchst du am meisten, sollte in unterschiedlichen Größen vorhanden sein. Angefangen beim fingerdicken Ast bis hin zum armdicken Stamm sollte alles dabei sein. Verbrannt wird von klein nach groß – Das heißt erst das dünne Holz und dann, wenn es gut brennt und Glut vorhanden ist, das dickere Holz nachlegen.

Der Aufbau des Feuers – Das Fundament

Der Aufbau ist von entscheidender Wichtigkeit! Als allererstes solltest du einen geeigneten Untergrund für dein Feuer finden. Dieser solle sich auf keinen Fall auf oder in der Nähe von brennbaren Dingen befinden – also bitte halte Abstand zu Sträuchern, Büschen, Bäumen und deinem Dachzelt. Auch feuchtes Gras oder Geäst kann sich leicht entzünden, wenn erstmal die Feuchte verdunstet ist. 

Idealerweise sollte der Untergrund trocken sein, das ist jedoch kein Muss. Feuchte Erde kannst du ein wenig festtreten und so das Fundament für deinen Brennplatz ebnen. 

Dann beginnst du eine Art Boden für dein Feuer zu verlegen. Dazu legst du möglichst gerade, etwa daumendicke Äste parallel nebeneinander. Danach eine zweite Schicht quer zu der ersten Schicht. 

Diese Bild zeigt den ersten Schritt eines Lagerfeueraufbaus

Mit diesem Fundament trennst du nicht nur die feuchte Erde von deinem Feuer, sondern sorgst auch dafür, dass dein Feuer beim Anzünden gut “atmen” kann. Die für die Verbrennung nötige Luft kann so ungehindert einströmen.

Diese Bild zeigt den zweiten Schritt eines Lagerfeueraufbaus

Zunder richtig verteilen

Auf deinen verlegten Boden schichtest du nun dein Zundermaterial auf. Idealerweise legst du deine etwas gröberen Holzspäne in die Mitte und schichtest darum deine flauschigen Pusteblumen-Samen auf. So sorgst du dafür, dass sich in der Mitte ein kleiner Glutkern bilden kann. 

Diese Bild zeigt den dritten Schritt eines Lagerfeueraufbaus

Wenn du möchtest, kannst du deine Feuerstelle ganz stilecht mit Steinen umranden. Aber gib acht: Steine können bei schneller, starker Erwärmung platzen und gefährlich werden. Deswegen solltest du deine Feuerstellen-Dekoration zunächst in einem gewissen Abstand zum Feuer anwärmen und erst später ums Feuer drapieren.

Die Feuer-Pyramide 

Nun gehst du unter die Pyramidenbauer! Errichte aus deinem Anfeuermaterial eine kleine Pyramide rund um deinen Zunder. Anfeuermaterial so wie auch der Zunder sollen ausreichend verdichtet werden. Nur so kann sich nach dem Anzünden ausreichend Glut bilden. 

Diese Bild zeigt den vierten Schritt eines Lagerfeueraufbaus

So wie ein Haus, braucht auch eine Pyramide eine Sache unbedingt: Eine Tür! Sie dient als Öffnung, um das Feuer im Inneren (Zunder) anzufachen.

Anstelle einer Pyramide kannst du auch einen Quader aus vier “Wänden” aufbauen. Auch hier wird dann der Zunder in der Mitte platziert.

Das Anzünden

Jetzt wird es gleich spannend und heiß – Doch bevor du dein Feuer entzündet, solltest du noch einmal die Windrichtung checken. Positioniere dich mit dem Rücken zum Wind vor deinem Feuer. 

Streichhölzer, Feuerstein oder auch das Feuerzeug: Hier ist alles erlaubt. Ich nehme gerne ein Feuerzeug, auch wenn das nicht so ganz nach Cowboy-Art ist. Es ist einfach praktischer, wenn du immer ein Feuerzeug dabei hast.

Zünde den Zunder in der Mitte deiner Pyramide an – am besten gleich an mehreren Stellen. Jetzt, da die ersten Flammen lodern, ist es wichtig, sie am Leben zu halten. Ein Feuer lebt vom Sauerstoff. Puste vorsichtig in die Glut, um dein Feuer anzuheizen, nicht in die Flammen. 

Diese Bild zeigt den fünften Schritt eines Lagerfeueraufbaus

Sobald die ersten Zweige von deinem Anfeuerholz brennen, hast du es fast geschafft. Jetzt ist es wichtig, dass dein heranwachsendes Feuer immer genug Nahrung zur Verfügung hat, um zu wachsen. Stelle sicher, dass sich das gesamte Anfeuerholz entzündet. Dazu musst du ggf. etwas nachhelfen und deine brennende Pyramide etwas korrigieren. 

Schichte nun nach und nach immer mehr Holz rund um die immer größer werdenden Flammen. Du solltest dazu zunächst dein übriges Anfeuerholz verwenden. Achte darauf, dass deine Pyramide nicht zusammenfällt und so die Flammen erstickt werden.

Futter für dein Feuer 

Jetzt geht alles ganz easy! Je größer die Flammen, umso größer kann auch dein Futter werden – das heißt im Klartext, dass dein eigentliches Brennmaterial jetzt in aufsteigender Größe zum Einsatz kommt.

Diese Bild zeigt ein Lagerfeuer

Achte darauf, dass dein Feuer nicht größer als nötig wird. Zum einen frisst ein großes Feuer sehr viel Holz und zum anderen ist es nicht mehr so einfach zu kontrollieren.

Wenn dein Feuer in der gewünschten Größe brennt, solltest du erst dann Brennholz nachlegen, wenn nur noch Glut vorhanden ist.

Wichtig: Ein Feuer darf niemals unbeaufsichtigt bleiben und sollte immer und jederzeit gelöscht werden können – und zwar von dir, und nicht von der Feuerwehr. Wenn du dein Essen zubereitest, den gemütlichen Teil des Abends beendet hast und in dein Dachzelt klettern möchtest, musst du also dein Feuer löschen.

Der Stoff aus dem dein Feuer ist  – Kohle

Vielleicht kennst du sie noch: die Briketts mit denen bei Opa im Haus geheizt wurde. Bei meinen Großeltern war das noch lange so. Ich kann mich an den riesigen Kohlekeller erinnern, in dem ein riesiger Berg sogenannter Eierbriketts lag. 

Mit diesen Briketts wurde das Haus geheizt, das Wasser erwärmt und auch gekocht. Dazu gab es einen Kohleofen in der Küche, auf dem Oma immer die leckersten Speisen zubereitet hat.

Das war Anfang der 80er Jahre (ja ich bin alt) – Irgendwann wurde umgestellt auf Heizöl. Schlagartig wurde die Luft im ganzen Dorf besser. Denn leider haben Steinkohlebriketts einen Nachteil: Sie stinken beim Verbrennen!

Aus diesem Grund eignen sich Steinkohlebriketts nicht für deine offene Kochstelle oder den Grill. Wenn du mit Kohle kochen möchtest, nimmst du am besten entweder Holzkohlebriketts oder Holzkohle. Aber was erzähle ich dir hier? Das kennst du ja schon von deinem Grill zu Hause im Garten. Auch wenn die Holzkohle mit weniger Flammen verbrennt, eignet sie sich perfekt zum Kochen: Denn die Glut ist hier das Entscheidende.

Anstatt die Wurst über der Glut zu grillen, kannst du natürlich auch dein Chilli im Topf kochen. Du musst dabei lediglich das richtige Kochgeschirr einsetzen – Darauf gehe ich weiter unten im Artikel noch genauer ein.

Gib der Umwelt etwas zurück, und achte beim Holzkohlekauf darauf, dass keine Tropenhölzer enthalten sind.

Leider müssen die Hersteller auf den Verpackungen nicht angeben, um welche Holzart es sich handelt und wie das Holz “geerntet” wurde. Schau genauer hin und achte auf Alternativen – So kannst auch du deinen aktiven Teil zum Umweltschutz beitragen und wirst dabei auch noch satt.

Eine sehr gute Alternative zu herkömmlichen Holzkohlebriketts sind Briketts aus Resten der Olivenölherstellung. Sie enthalten, zum Beispiel gepresste Schalen, Kerne und Fruchtfleisch von Oliven.

Es gibt noch weitere Vorteile, die die Olivenkernbriketts mit sich bringen: Sie brennen länger, als ihre umweltschädlichen Kollegen, qualmen weniger und verursachen darüber hinaus weniger Funkenflug.

Diese Bild zeigt einen Grill mit Kokos Briketts

Auch die Schalen von Kokosnüssen eignen sich hervorragend für die Herstellung von Grillbriketts.

Holzkohle richtig anzünden – wie gehts an?

Prinzipiell verhält sich das Anzünden bei Kohle wie beim Feuer mit Holz. Da du die Kohle entweder direkt von zu Hause mitbringst, oder vor Ort kaufst, entfällt allerdings das gemeinschaftlich Sammeln.

Mit Kohle baust du dir zum Anzünden auch eine kleine Pyramide. Diese ist aber nicht so komplex wie beim Holz. Ein paar Anzünder unten am Fuß der Pyramide einbauen, und anzünden. Ganz einfach, und bestimmt nichts Neues für dich.

Wenn du es eilig hast – also bei großem Hunger – kannst du zum Anzünden deiner Kohlen auch einen Anzündkamin nehmen. Diese kleinen Helfer nutzen den Kamineffekt und sorgen für eine schnellere Glutbildung.

Diese Bild zeigt einen Anzündkamin

Sobald die Kohle beginnt eine weiße Ascheschicht zu bilden, ist buchstäblich der Funke übergesprungen. Wieviel Kohlen du gleich zu Beginn ins Rennen schickst, hängt davon ab, was du zubereiten möchtest. Beim Grillen kannst du, falls du zu wenige Kohlen genommen hast, leicht nachlegen. 

Anstatt dass ich dich hier mit grauer Theorie über Kohle langweile, erzähle ich dir lieber etwas über die Anzünder – das ist viel interessanter.

Ich persönlich verzichte auf “Anzünder” wie Spiritus oder Benzin – die Gefahr von Stichflammen ist mir einfach zu groß. Auch du solltest von diesen brennbaren Stoffen Abstand nehmen.

Die klassischen Grillanzünder gibt es in den Erscheinungsformen fest, flüssig und gelartig. Flüssiger Grillanzünder (bitte keinen Spiritus) verursacht zwar keine Stichflammen, brennt jedoch beim Anzünden sofort großflächig ab – was wiederum gefährlich werden kann.

Bei einem festen Grillanzünder ist das etwas anders. Er brennt nur an einer Stelle und breitet sich nicht wie eine Flüssigkeit aus. Auch das Gel ist ungefährlicher. Jedoch ist der Anzündprozess sehr ungleichmäßig im Vergleich zum flüssigen Anzünder. Das macht ihn ungefährlicher und erlaubt es, dass auch mal die Kids (unter Aufsicht) den Grill anfeuern können.

Eines haben die oben genannten Anzünder aber alle gemeinsam. Ja, sie sind heiß wenn sie brennen – aber das meine ich nicht. Worauf ich hinaus will ist, dass sie aus purer Chemie bestehen. Das findet die Umwelt nicht toll, denn die Herstellung dieser kleinen Zündhelfer ist alles andere als umweltschonend. 

Warum also keine umweltfreundliche Alternative einsetzen, wenn du ohnehin schon die Olivenkernbriketts oder andere natürliche Brennmittel verwendest? 

Mit umweltfreundlicher Anzündwolle bist du auf der grünen Seite. Sie passen perfekt zu den Olivenkernbriketts und bestehen nicht aus Chemie. Da sie kontrolliert und langsam abbrennen, kann der Grill auch gerne mal von den Kids (unter Aufsicht) angeheizt werden.

Diese Bild zeigt Anzündwolle

Sicherheitshinweise zu festen Brennstoffen

Waldbrandgefahr: Bevor du ein Feuer entzündest und es dir gemütlich machst, musst du erst einmal sicherstellen, ob das Feuermachen an deinem Stellplatz erlaubt ist. Oftmals ist Feuer an machen Orten saisonal verboten.

Auf der Deutschlandkarte zum Waldbrandindex kannst du dich vorab über die Warnstufen vor Ort informieren. Vor Ort solltest du dann unbedingt auf die örtlichen Warntafeln achten. Gerade in den trockenen Sommermonaten ist teilweise mit der höchsten Warnstufe zu rechnen. 

Oftmals ist sogar das Betreten der Wälder verboten – klar, dass du dann auf dem Campingplatz keinen Grill anschmeißt oder Lagerfeuer machst.

Diese Bild zeigt eine Warntafel für Waldbrandgefahr

Quelle: Wikipedia.de

Mein Tipp: Im Zweifelsfall lieber bei der örtlichen Behörde oder beim Betreiber nachfragen.

Windrichtung: Feuer bedeutet auch gleichzeitig, dass es eine Rauchentwicklung gibt. Deswegen solltest du sicherstellen, dass der Rauch von deinem Feuer ungehindert abziehen kann und nicht durch Wind in (Dach)zelte, geschlossene Autos oder Räume geweht wird. Ansonst besteht die Gefahr einer lebensgefährlichen Rausgasvergiftug. Darauf, dass du offenes Feuer niemals in geschlossenen Räumen machen darfst, muss ich sicherlich nicht gesondert eingehen.

Diese Bild zeigt Feuerreauch wie er in ein Dachzelt zieht.

Funkenflug: Auch dabei spielt der Wind eine große Rolle: Sorge dafür, dass die Funken des brennenden Feuers ungehindert nach oben wegfliegen können. Wichtig ist hierbei auch, dass sich über dem Feuer kein Geäst befindet. Eine Baumkrone kann sich leicht entzünden – vor allem, wenn es sich um Tannen handelt.

Kontrolle behalten: Lasse dein Feuer niemals außer Kontrolle geraten. Lege immer nur so viel Holz nach, wie du benötigst.

Kinder lieben das Feuer und sollten sich deswegen niemals unbeaufsichtigt am Feuer aufhalten. 

Lagerfeuer richtig löschen

Bevor du mit dem Löschen beginnst, solltest du das Feuer etwas auseinander ziehen. Damit entziehst du den Flammen schon ein wenig Nahrung.

Jetzt gehts ans Löschen. Dazu hast du mehrere Möglichkeiten:

  • Mit tollem Dampfeffekt – mit Wasser ablöschen. Ein Highlight für alle, nicht nur für die Kids. Wer wollte nicht schon immer mal ein richtiger Feuerwehrmann sein?

Aber Vorsicht: Durch die schlagartige Abkühlung können Steine, die um dein Feuer liegen, zerplatzen und sich gefährliche Geschosse verwandeln. Also entweder die Steine entfernen (Vorsicht: Heiß!) oder auf die Löschmethode mit Wasser verzichten.

Auch der heiße Dampf kann gefährlich werden und Glut mitreißen, oder für Verbrühungen sorgen, wenn du zu nah dran stehst.

  • Mit Erde oder Sand die Flammen und die Glut ersticken – völlig unspektakulär, aber wirkungsvoll.
  • Komplett ausbrennen lassen. Diese Methode hat aber einen entscheidenden Nachteil: Ohne richtiges Feuer wirds irgendwann kalt.

Bevor du die Feuerstelle aus den Augen lässt, vergewissere dich unbedingt nochmal, ob das Feuer aus und die Glut erloschen ist. Dazu kannst du deine Hand einmal über die Asche halten. Ein wenig Wärme ist okay, große Hitze jedoch lässt darauf schließen, dass noch Glutreste vorhanden sind.

Glutreste müssen unbedingt abgelöscht werden. Auffrischender Wind könnte sie sonst aus der Feuerstelle pusten und an einer anderen Stelle ein Feuer entfachen! Das ist sehr gefährlich, und wird von vielen Feuerteufeln nicht ernst genug genommen. 

Auch auf die Gefahr hin, dass du mich nun als kleinlich bezeichnest – zum Thema Sicherheit muss ich noch ein Paar wichtige Worte loswerden: 

Hinterlasse jeden Ort sauberer, als du ihn vorgefunden hast.

Deswegen solltest du am nächsten Morgen deine Spuren beseitigen und die Feuerstelle wieder einebnen. 

Wenn du gerade dabei bist, alles aufzuräumen, schau dich doch mal um. Vielleicht findest du noch irgendwo Müll oder Unrat, den du entsorgen kannst. Das hat zwar nichts mit dir und deinem Feuer zu tun, sorgt aber dafür, dass der Stellplatz noch lange bestehen bleibt. Gleichzeitig tust du der Umwelt etwas Gutes.

Einfach satt werden – Grillen mit Stock

Wer kennt es nicht: Die einfachste Methode deinen Hunger zu stillen, ist das allseits bekannte Stockbrot. Du kennst es vielleicht noch aus deiner Kindheit von Schulausflügen. Ein Abenteuer nicht nur für die Kleinen.

Deine Materialliste ist ziemlich kurz: Du brachst Teig und einen ausreichend langen Stock, um den du dann den Teig wickelst. Am besten geeignet sind Stöcke aus Haselnuss, Buche oder Weide. Das Ende vom Stock, um das du den Teig wickelst, solltest du vorher von der Rinde befreien.

Für den Stockbrot-Teig brauchst du übrigens kein Bäckermeister zu sein. Es ist ein ganz normaler und einfacher Hefeteig.

Das “Backen” ist keine komplizierte Sache, kostet aber etwas Geduld. Du hältst deinen Stock mit der umwickelten Teigwurst einfach über das Feuer. In meinen Stockbroterinnerungen kommt die Farbe schwarz sehr oft vor – ich war immer zu ungeduldig (hungrig) und habe das Brot ins Feuer gehalten.

Genau so kannst du auch alle anderen Grillgenüsse auf einen Stock aufspießen (Wurst, Fleischstücke, und über das Feuer halten. Das einzige was du brauchst, ist neben etwas mehr Zeit, vielleicht auch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit, damit das Grillgut nicht verbrennt. Ständiges wenden und umlagern hilt.

Wenn dir das zu kompliziert ist, gibt es natürlich noch einige feine Kochutensilien, die dir das Kochen auf Feuer um einiges erleichtern und sogar Spaß machen.

Heißes Eisen und feurige Töpfe

So ursprünglich wie das Feuer, so sind auch die Kochutensilien und Feuerstellen mit, oder auf denen du deine Speisen zubereiten kannst. Du kannst auf Feuer kochen, braten, grillen und dünsten – im Prinzip genauso, wie du es aus deiner heimischen Küche kennst.

Der Grill fürs Feuer

Vergiss jetzt mal alle mehrere Hundert Euro teuren Kugelgrills und Smoker. Natürlich kannst du auch auch ganz “oldschool” über deinem Feuer grillen. Feuer hat etwas urzeitliches und für die Zubereitung deiner Speisen braucht es nicht viel.

Im Prinzip reicht dir dafür ein Grillrost, oder irgendwas vergleichbares. Da platzierst du über deinem Feuer oder deiner Glut. Für den nötigen Abstand nimmst du ein paar Steine. Zack, fertig ist dein Grill. So einfach, dass ich es hier gar nicht weiter erklären kann.

Diese Bild zeigt einen Einkaufswagengrill

Quelle: Netzfund bei google

So nicht! Wichtig ist, dass du für dein DIY-Grillrost unbeschichtetes Metall nimmst – ein Einkaufswagen eignet sich schon aus mehreren Gründen nicht: Zu groß, zu sperrig, zu beschichtet und mit ziemlicher Sicherheit geklaut 😉

Ich würde dir lieber so etwas empfehlen: Ein gusseiserner Grillrost, ist massiv und emailliert, speichert die Wärme optimal und sorgt für eine gleichmäßgie Hitzeverteilung. Natürlich hat er auch sein Gewicht und Preis. Aber wenn du es kannst: Die Investition lohnt sich.

Dieses Bild zeigt den ersten Schritt ein Grillrost aus Guss

Wenn du es etwas komfortabler magst, dann kannst du dir auch einen Schwenkgrill über dein Feuer stellen. Da das dreibeinige Gestell aber etwas sperrig ist, eignet es sich nicht unbedingt für den Roadtrip mit dem Dachzelt.

Diese Bild zeigt einen Schwenkgrill

Ganz Praktisch sind auch die Grillroste, die über deinen Reservereifen passen. Das setzt natürlich einen passenden Reifen voraus, ist aber in punkto Offroad-Grill-Style nicht zu übertreffen. Der “Reifen-Grill” – passt auf alle (Ersatz-) Räder von 740mm bis 890mm.

Diese Bild zeigt einen Grill für das Ersatzrad am Fahrzeug

Töpfe und Pfannen aus Gusseisen

Töpfe aus Gusseisen eignen sich hervorragend. um über offenem Feuer oder Glut zu Kochen. Es gibt sie in jeder Größe und in den verschiedensten Ausführungen. Natürlich kann ich und will ich hier nicht auf jeden einzelnen Topf oder Pfanne eingehen – und wie du kochst, möchte ich dir auch nicht beibringen. 

Vielmehr möchte ich dir gerne einen besonderen gusseisernen Topf vorstellen, von dem du sicherlich schon gehört hast: Der Dutch Oven.

Diese Bild zeigt einen  Dutch Oven

Der Dutch Oven ist mega vielseitig einsetzbar. Mit ihm kannst du über oder sogar direkt im Feuer kochen, braten, schmoren und backen. Hört sich für dich wie die eierlegende Wollmilchsau an? Ist auch so! Wenn du auf die ursprüngliche Feuerküche stehst, solltest auf jeden Fall über einen Dutch Oven nachdenken.

Die Töpfe gibt es bereits seit dem 18. Jahrhundert und sorgten damals vor allem in Nordamerika dafür, die hungrigen Cowboys satt zu machen. Der Dutch Oven hat meistens drei kleine Standfüße, die es dir erlauben, ihn direkt in der Glut zu platzieren. Es gibt aber auch einige Ausführungen ohne Standfüße – so “passt” der Topf auch auf einen Holz- oder Kohleherd.

Alle Dutch Oven haben einen Deckel, der den “Kochraum” fast ganz abdichtet – lediglich ein seitliches kleines Loch bleibt offen, damit der Deckel vom Dampf nicht angehoben wird. Außerdem kannst du den Deckel auch als Pfanne benutzen – sehr praktisch!

Wenn du nicht ganz so viel Hitze benötigst, dann kannst den Dutch Oven auch an seinem Henkel über das Feuer bzw. die Glut hängen, oder daneben platzieren (zum warmhalten von Speisen).

Das Funktionsprinzip basiert auf dem Zusammenspiel zwischen Ober- und Unterhitze: Wenn du zusätzlich Glut auf dem Deckel platzierst kannst du zum Beispiel wunderbare Krustenbraten zubereiten. Gleichzeitig vermeidest du mit Oberhitze ein Anbrennen am Topfboden.

Das Genialste: Kochen und Braten im Dutch Oven ist mega einfach. Am einfachsten geht es mit Grillbriketts. Eifach die durchgeglühten Briketts – je nach Rezept – auf die Unterseite und den Deckel verteilen, abwarten und dann genießen. 

So kannst du im Handumdrehen Freunde und Familie mit deinen Kochkünsten beeindrucken. Glaub mir, das funktioniert wirklich (selbst ich habs geschafft).

Im Prinzip kannst du alles was du an gusseisernem Geschirr findest für deine Feuerküche nutzen. Beim reinigen musst du aber unbedingt darauf achten, dass du ausschließlich Wasser benutzt. Auf keinen Fall solltest du Reinigungsmittel verwenden. Diese zerstören die Patina des Topfes und dringen in die feinen Poren des Eisens ein. Die Folge: Deine nächste Mahlzeit schmeckt nach Spüli. Eine zerstörte Patina hat zur Folge, dass deine Speisen leichter anbrennen, weil die ölige Schutzschicht nicht mehr vorhanden ist.

Diese Bild zeigt eine Gusspfanne
Perfekt für Bratkartoffeln – die Gusspfanne

Eingebrannte Reste kannst du ganz einfach entfernen, indem du den Topf- bzw. Pfannenboden mit Wasser bedeckst und nochmals mit der Glut oder dem Feuer erwärmst. Die hartnäckigen Reste lassen sich dann mit einem Holzschaber entfernen. 

Kochgeschirr aus Guss wird mit der Zeit immer besser – es nimmt den Geschmack der Speisen an. So entwickelt sich mit jedem Braten und jeder Portion Gulasch ein völlig eigener Geschmack. Diese eigene Note ist quasi wie ein eingebautes Gewürzregal und macht Guss zu einem ganz besonderen Werkstoff für deine Küche.

Damit dieser Geschmack lange erhalten bleibt, und vor allem auch noch gut schmeckt, ist es wichtig, dass du möglich wenig säurehaltige Speisen in deinem Topf zubereitest. Glühwein zum Beispiel greift die Patina an und zerstört den Eigengeschmack.

Nach dem Reinigen solltest du deine Kochutensilien sofort ausgiebig abtrocknen. Ansonsten kann Rost entstehen. Oftmals reicht für eine leichte Rostbildung auch schon eine Nacht im Sommerregen.

Was sich jetzt mega aufwändig anhört ist in Wahrheit jedoch ganz einfach. Bei guter Pflege halten diese Töpfe und Pfannen ein Leben lang. Sollte die Patina deines Gusstopfes oder Pfanne mal beschädigt sein, kannst du sie ganz einfach durch Einbrennen wieder herstellen.

Zum Einbrennen gibt es spezielles Einbrennpaste, aber du kannst alternativ dazu z.B. auch handelsübliches Sonnenblumen- oder Rapsöl nehmen. Auch Kokosfett eignet sich hervorragend, gibt aber einen leichten Kokosgeschmack an die Speisen ab.

Diese Bild zeigt Dutchoven Einbrennpaste

Zum Einbrennen reibst du die Innenfläche vom Topf oder Pfanne ein, und stellst sie mit der Öffnung nach unten auf ein Grillrost. Das Ganze kommt dann für ca. zwei Stunden bei 250 Grad in deinen heimischen Backofen. Danach langsam abkühlen lassen und die Patina ist wieder hergestellt.

Natürlich kannst du den Einbrennvorgang auch in einem Feuer machen.

Feuerschalen und Feuertonnen

Wenn der Untergrund nicht geeignet ist, oder du einfach ein Feuer machen möchtest, dass keine Spuren auf dem Boden hinterlässt, dann kannst du dein Lagerfeuer auch in einer Schale oder eine Tonne machen.

Besonders für die Terrasse ist diese Art des Lagerfeuers bestens geeignet. Dabei hast du die Wahl zwischen der einfachen Feuerschale bis hin zum modernen und effektiven Solo Stove

Diese Bild zeigt eine Feuerschale für Die Terrasse
Diese Bild zeigt einen Solo Stove

Die Feuerschale ist günstig und für Puristen eine tolle Alternative zum Lagerfeuer. Wenn du es etwas effektiver möchtest, kannst du in einen Solo Stove investieren. Dieser verbrennt selbst feuchtes Holz nahezu rauchfrei und ist sehr sparsam im Holzverbrauch.

Die Schale und den Solo Stove gibt es in verschiedenen Größen, so dass du auch für deinen Kofferraum das passende Modell findest.

Der Hobo Kocher

Mit dem Hobo Kocher hast du dein Lagerfeuer für die Hosentasche immer dabei. Damit bekommst du zwar keine ganze Kompanie satt, aber eine Mahlzeit für zwei Personen ist kein Problem.

Diese Bild zeigt einen  Hobo Ofen

Mehr über den kleinen Sattmacher findest du im zweiten Teil der Reihe “Kochen unterwegs – Campingkocher”

Flammlachsbretter – Für die Fischesser unter uns

Es muss nicht immer nur Fleisch sein. Neben Gemüse eignet sich natürlich auch Fisch ganz hervorragend für die Zubereitung über dem Feuer. Ein Highlight ist der Flammlachs, der auf Brettern, die am Rand des Feuers stehen, zubereitet wird.

Dieses Bild zeigt Flammlachs auf Flammlachsbrettern am Feuer.

Auf diesen speziellen Flammlachsbrettern wird der Lachs durch das Feuer gleichmäßig gegart und erhält eine knusprige Kruste. Durch die Spannklammern hält das ganze bombenfest.

Asado – Grillen wie ein Gaucho

Grillgut aus der Grillglut. Diese Art des Grillens war schon vor langer Zeit bei den südamerikanischen Gauchos – dem Pendant zum nordamerikanischen Cowboy – sehr beliebt und hat sich dort bis zum heutigen Zeitpunkt zu einem festen Bestandteil der guten Küche entwickelt.

Keine Angst: Du musst dabei nicht zwangsläufig Fleisch zubereiten – dein Asado kannst du auch mit Fisch oder Gemüse genießen. Aber was ist dieses Asado überhaupt? Asado ist Spanisch und bedeutet übersetzt Gegrilltes

Dabei werden verschiedene Fleischsorten, meist vom Rind, durch die Glut eines Holzfeuers zubereitet. Das geniale daran ist, dass du auf alle gängigen Hilfsmittel und Grillwerkzeuge verzichtest. Diese Art des Grillens ist sehr rudimentär und ursprünglich. Sie lebt von der Improvisation und der Einfachheit.

Beim Asado hängt das Fleisch entweder horizontal über der Glut oder wird leicht geneigt am Rand des Feuers platziert. Da es keinerlei Regeln gibt, sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Solange dein Grillgut genug Strahlungswärme abbekommt, machst du alles richtig.

Richtig spannend wird es, wenn du dein Fleisch direkt in der Glut garst. Zugegeben: Es gehört schon etwas Mut dazu, dein teures Filet-Steak direkt auf die glühenden Holzreste zu legen. Aber glaub mir, es lohnt sich! Durch den direkten Kontakt mit der Glut entsteht ein ganz besonderes Grillaroma. Die Asche am Fleisch kannst du später ganz einfach mit dem Messer abstreifen – sie ist nicht giftig, im Gegenteil: Asche ist sogar antibakteriell.

Ein Wichtiger Faktor beim Asado ist die Zeit. Wenn du es eilig hast, oder schon sehr hungrig bist, dann solltest du vorab lieber einen kleinen Zwischensnack zu dir nehmen – hungrig kochen geht oft in die Hose 🙂

Der Garprozess zieht sich über Stunden hin und sorgt in Kombination mit den richtigen Holzsorten für das besondere Aroma und den Geschmack. Da bleibt dir mehr Zeit für das Wesentliche, womit wir wieder bei meiner Einleitung landen: gemeinsame Mahlzeiten, entspanntes Miteinander – Quality Time!

Du musst dir natürlich nicht gleich eine ganze Rinderhälfte über dein Feuer hängen. Am besten fängst du erstmal klein an und tastest dich dann immer weiter in deine eigene Asado Welt hinein. 

Wenn du mehr über diese spannende, südamerikanische Grillkunst erfahren möchtest, empfehle ich dir das Buch “Asado: Ursprünglich Grillen über offenem Feuer” von Jürgen Kernegger – Jürgen hat uns bereits auf dem DACHZELT FESTIVAL 2019 mit seiner Grillkunst beeindruckt und zum Staunen gebracht.

Essen gut – alles gut!

Es ist kein Geheimnis, dass uns das richtige Essen in unserer Stimmung positiv beeinflusst. Die “Frustschokolade” oder der “Belohnungsburger” – beide Nahrungsmittel haben eines gemeinsam: Sie machen uns glücklich!

Für dich kann es auch ein völlig anderes Nahrungsmittel oder eine völlig andere Mahlzeit sein, ich bin mir sicher, du weißt wovon ich rede 🙂

Genauso wichtig sind die gemeinsamen Mahlzeiten und die gemütlichen Zusammenkünfte um die Kochstelle herum, bei dem jeder von seinen Dachzelt Abenteuern erzählen kann. Eine gemeinsame Mahlzeit am Tag, ist auch unterwegs ein wichtiges Ritual, das für uns einfach mit dazugehört.

Egal ob du nur mit deiner mitgereisten Familie speist, beim Dachzeltnomadenmahl an einer meterlangen Tafel viele verschiedene Köstlichkeiten ausprobierst, oder auch ganz alleine unterwegs bist. Mahlzeiten in der freien Natur sind immer ganz besondere Momente.

Wann startet dein nächstes Abenteuer?

Lass dich schon mal inspirieren und sieh dir an, wie andere Dachzeltnomaden über offenem Feuer kochen:

Komm mit zum nächsten DACHZELT EVENT!

Dachzelten im Sommer, gemeinsam offroaden oder wie wäre es mit einer DACHZELT RALLYE? Willst du dabei sein bei einem dieser ganz besonderen Treffen?

Jedes Jahr veranstalten wir viele kleine und große Treffen mit Dachzeltnomaden. Ob ganz klein auf unseren DACHZELT MEETUPS oder riesen groß auf dem DACHZELT FESTIVAL – da ist für jeden was dabei!

Bei uns ist jeder willkommen:
Ob oben ohne oder mit!
 

Hier findest du eine Übersichtskarte aller DACHZELT EVENTS:

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About Stephan Kaufmann

Stephan Kaufmann ist im Oktober 1981 in Eschweiler im Rheinland geboren und wohnt seit 2009 im hohen Norden – in der Lübecker Bucht. Als staatlich geprüfter Techniker für Elektrotechnik tüftelt er gerne an verschiedenen Projekten herum. Seinen Ausgleich findet er im Leistungssport und in der Fotografie. Er ist sehr naturverbunden und fühlt sich sowohl im Flachland als auch in den Bergen sehr wohl. Im Februar 2018 verbrachte er bei minus 2 Grad seine erste Nacht im Dachzelt und ist seitdem mit dem Virus infiziert. Als Dachzeltnomade bereist er mit seiner Familie und seinem VW Bus ganz Deutschland. Das Abenteuer und die Freiheit stehen für ihn immer im Vordergrund - Pauschalreisen kennt er nicht!
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