Das Eckige muss auf das Runde! Offroad-Käfer mit Dachzelt

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Es röhrt und knattert auf dem DACHZELT MEETUP Hamburg, wenn Elisabeth und Martin mit ihrem Offroad-Käfer aufs Gelände fahren. Der 30 Jahre alte Offrock zieht die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Zu Recht! Die beiden Rallye-begeisterten Käferliebhaber haben ihrem höhergelegten 72er Baja Bug einen komplett selbsgebauten Motor spendiert: 90 PS und das Abenteuer kann kommen!

Elisabeth und Martin, wie seid ihr zu eurem Käfer mit Dachzelt gekommen?

Martin: Wir beide fahren seit 4 Jahren leidenschaftlich und regelmäßig Adventure Rallyes. Unsere erste Rallye sind wir um die Ostsee gefahren mit einem ausgebauten Krankenwagen.

Elisabeth und Martin brauchen nicht mehr als ihren 72er Käfer mit Dachzelt für ihre Abenteuer.

Es gab da allerdings ein Problem: Ein Krankenwagen ist einfach zu langsam. Zwar war der Krankenwagen nachts eine bequeme Unterkunft, aber tagsüber stresste er uns wegen seiner Behäbigkeit. Wir waren bei den Rallyes immer die ersten, die weg fuhren und die letzten, die ankamen.

Der Käfer ist mit vielen Andenken an vergangene Adventure Rallyes geschmückt.

Wir brauchten ein schnelleres Auto. Vor 3 Jahren fanden wir in Weiden in der Oberpfalz diesen 72er Käfer, der von den Vorbesitzern in den 80ern zu einem Offroad-Käfer umgebaut wurde. Das spannende: Er hatte alle Eintragungen vom TÜV, die man so heute nicht mehr bekommen würde.

Elisabeth: Martin hat den Käfer dann für die nächste Rallye umgebaut. Damals hatten wir für die Übernachtung noch ein ganz normales Bodenzelt mitgenommen. Leider war das nicht wirklich bequem, was aber auch daran lag, dass wir unsere Luftmatratze vergessen hatten.

Das war der Moment, in dem wir beschlossen, bei der nächste Rallye in eine bequemere Unterkunft für die Nacht zu ziehen. So kamen wir zum Dachzelt.

Schlafen in der oberen Etage: Die perfekte Wahl für angenehmen Schlaf auf ihren Rallye Touren.

Martin: Auf der Suche im Internet nach einem passenden Dachzelt sind wir auf die Dachzeltnomaden gestoßen und haben uns in das Thema eingelesen. Bei einem befreundeten Händler haben wir dann unser heutiges Dachzelt gesehen und gekauft.

Welche Herausforderungen gab es mit dem Dachzelt und eurem Käfer?

Martin: Die erste Herausforderung beim Käfer sind seine Rundungen, in Bezug auf einen passenden Dachträger. Es gibt da nichts von der Stange und der Original-Dachgepäckträger aus den 70er Jahren für den Käfer ist nicht ausgelegt für höhere Dachlasten.

Also habe ich selber einen Dachträger gebaut. Der Käfer hat eine zulässige Dachlast von 50kg. Dieser Wert sollte bei der Fahrt nicht überschritten werden. Im stehenden Zustand kann er noch viel mehr tragen.

Martins selbstgebaute Dachträgerkonstruktion für den Käfer.

Also habe ich eine Konstruktion gebaut, die an der Dachrinne befestigt wird und das Dachzelt trägt. Die Konstruktion hat sich bereits über 15.000 km bewährt.

Habt ihr noch weitere Extras verbaut?

Martin: Wir haben noch ein Vorzelt-Sonnensegel angebracht, das wir auf einem Festival bei einem Wohnwagen entdeckt haben. Das geniale an dem Vorzelt ist, dass es mit einem Zeltgestänge nach oben hin abgespannt wird und uns einen weiteren Lebensraum mit Stehhöhe bietet. 

Eine praktische Überdachung für mehr Wohnraum: Das Sonnensegel für den Offroad-Käfer.

Das Vorzelt wird in die umlaufende Kederschiene des Dachzeltes eingeführt, da wo sonst die Abdeckung des Dachzeltes befestigt ist. 

Welche Besonderheiten hat euer Käfer noch?

Martin: Da ist zum Beispiel der Motor, den ich selbst gebaut habe. Ursprünglich war es ein 1,6 Liter Originalmotor mit 50 PS. Er hat eine neue Auspuffanlage und einen Zündverteiler bekommen.

Alle Umbauten am Motor hat Martin selbst vorgenommen. Er kennt die Maschine in und auswendig.

Das besondere am Zündverteiler ist, dass er über Bluetooth mit einer Handy App verbunden ist und ich so während der Fahrt den Zündzeitpunkt live verstellen kann. 

Der Motor selbst hat durch die Erweiterung wahrscheinlich eine Leistung von mehr als 70PS. Ich habe es nicht gemessen, aber es könnten schon 90PS sein. Um die Kraft auch auf die Straße zu bringen hat der Offrock hinten 275er und vorne 180er Reifen drauf. 

Die richtige Bereifung für den Käfer darf natürlich nicht fehlen: 275er Schlappen hinten und 180er vorne.

Im Innenraum ist noch alles weitestgehend Originalzustand. Nur die Rücksitzbank haben wir ausgebaut, um mehr Platz für unser Equipment zu haben. Außerdem haben wir den Schaltknüppel umgebaut und die Sitze sowie das Lenkrad gegen bequemere Modelle ausgewechselt. Damit wir uns während der Fahrt mit anderen Rallyeteilnehmern austauschen können haben wir noch Funkgeräte an Bord. 

Alle Umbaumaßnahmen im Innenraum dienen dem Komfort auf den langen Strecken während der Rallyes.

Außen haben wir die Original-Seitenspiegel vom Käfer durch die vom VW-Bus ersetzt um einen besseren Überblick zu haben. Für Nachtfahrten im Gelände besonders wichtig: Die extra Frontscheinwerfer am Dachgepäckträger. Seit neuestem haben wir sogar eine beheizbare Frontscheibe! So macht Offroaden erst richtig Spaß!

Für den richtigen Durchblick in der Nacht sorgen die separaten Außenscheinwerfer.

Elisabeth und Martin, vielen Dank, dass ihr uns euren Offrock vorgestellt habt! Wir wünschen euch weiterhin viel Spaß auf euren Rallyes und viele bequeme Nächte in eurem Dachzelt.

Wenn ihr noch mehr über The Offrock wissen wollt, dann schaut doch mal auf den Kanälen von Elisabeth und Martin vorbei!

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Liebe Grüße vom Dach,
eure Set-Up Hunters.

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Dennis

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