Dachzeltnomaden beim Freiheitsmobile Treffen in Weiswampach (Luxemburg)

Patrick und Tascha von Pataschas World hatten eingeladen zum ersten Freiheitsmobile Treffen nach Luxemburg. Die Welt bei ihnen Zuhause, in Weiswampach. Das weitläufige Gelände im Grünen bot genug Platz sowie ein großes Festzelt und liegt direkt an einem See, der bei vielen für die nötige Abkühlung an diesem heißen, sonnigen Wochenende sorgte.

Dachzeltnomaden und Freiheitsmobilisten

So offen der Begriff „Freiheitsmobile“ ist, so viele verschiedene Gefährte und deren Besitzer fanden sich auf dem idyllischen Gelände am See ein. Neben klassischen Wohnmobilen waren auch selbstausgebaute Vans zu bestaunen, große und kleine LKWs, bekannte Vlogger und neue Gesichter. So stand neben dem riesigen 4×4 Steyr von Herman unterwegs die kleine Schwalbe von Im2Takt, die in den nächsten 1,5 Jahren Europa bereisen wird.

Unter all den Freiheitsmobilisten durften die Dachzeltnomaden natürlich nicht fehlen. Mehr als 25 Dachzeltnomaden waren zwischen all den großen und kleinen Freiheitsmobilen zu finden. Manche waren auch abseits ihres Dachzelts eindeutig erkennbar: entweder am Dachzeltnomaden-Shirt, der endlich erhältlichen DZN Tasse oder am DACHZELT FESTIVAL-Bändchen, das viele immer noch stolz am Handgelenk tragen.

So mancher Dachzeltnomade schlug sein Zelt in der Blogger-Village auf: So zum Beispiel die beiden von 2 on a roof,  Lukas von der Never stop exploring Crew, der alle mit Stickern versorgte oder auch Marcel von Drivinglust, den man in wenigen Wochen mit seinem Toyota auf der Balkan Rally verfolgen kann.

Was war geboten?

Wer am Freitag schon angereist war, konnte am Abend gemütlich am Lagerfeuer oder in der Blogger-Village das eine oder andere bekannte Gesicht von Youtube & Co kennenlernen, fachsimpeln, sich austauschen oder einfach nur chillen. Egal ob bekannt oder Neuling, mit oder ohne Instagram-Account, alle verbrachten gemeinsam eine tolle Zeit miteinander.

Der Samstag startete ruhig: Manche fanden sich im Festzelt zum gemeinsamen Frühstück ein, andere starteten schon um 10 Uhr, um auf dem See das Stand Up Paddeling (SUP) auszuprobieren. Lukas und Eva von Travel into the Blue stellten den ganzen Tag lang SUP-Boards und ihr Fachwissen zur Verfügung. Neulinge kehrten begeistert (und manchmal nass ;-)) vom Wasser zurück und alte Hasen konnten sich Tipps zu bestimmten Techniken holen.

Wer es etwas ruhiger mochte, hatte am Nachmittag die Gelegenheit, mit Sarah und John eine ausgiebige und ganzheitliche Yogasession einzulegen.

Den gesamten Samstag über wurden außerdem Lose für die Tombola verkauft. Die Damen und Hunde von ASA asbl freuten sich riesig über die Spende in Höhe von sagenhaften 1273€, die durch die Freiheitsmobilisten zusammen kam. Mit diesem Betrag wird ihre Arbeit mit den Assistenzhunden, die Menschen mit gesundheitlichen Problemen eine große Hilfe sind, unterstützt.

Ähnlich groß war die Freude bei den Freiheitsmobilisten, die sich über die unterschiedlichsten Preise freuen durften: Unter anderem gab es einen Campinggrill, Geschirr und beheizbare Sitzauflagen zu gewinnen. Besonders große Freude kam bei der Axt und der Actioncam auf.

Bilder (c) Fabian Kütemeier

Am Abend rockten die Jungs von Rusty Chair das Festzelt. Erklärtes Ziel des Sängers Yannick war es, „Deutsche zum Tanzen zu bringen“! Er hatte den Pataschas nicht zu viel versprochen. Kein Wunder – wer die Musik so feiert wie er und seine Band, überträgt die Stimmung ohne Probleme auf das Publikum, das am Ende gar nicht mehr zu bremsen war. Eine spontane Gesangseinlage von Cathi von Busträumer bildete den Abschluss – so eine grandiose Version von „Black Velvet“ hat die Welt noch nicht gehört!

Anschließen wurde im Camp weiter gefeiert. Der Abend wurde gekrönt von der Aktion, wie viele Leute in verschiedene Fahrzeuge passen: Moglis Balu toppte seinen Rekord vom DACHZELT FESTIVAL: Diesmal quetschten sich 23 Leute in seinen Bus, dessen Stoßdämpfer auch direkt einem Belastungstest unter verschärften Bedingungen unterzogen wurden. In Rene Freitags „Horst Ersatzfahrzeug“, einen Skoda Kombi, passten 16 Leute und Herman 2 fasste mangels weiterer Leute problemlos alle noch vorhandenen 27 Nachtschwärmer.

Auch am Abreisetag war noch einiges los

114 Fahrzeuge und mehr als 200 freiheitsliebende Menschen mit vielen friedlichen Hunden kamen an diesem Wochenende zusammen, um gemeinsam eine schöne Zeit zu haben.

Am Abreisetag blieben einige noch bis in den Nachmittag, da um 14 Uhr das dritte Camper Nomads Meetup stattfand. In der großen Runde von 42 Leuten konnte jeder, der wollte, sich kurz vorstellen, bevor es in den offenen Austausch über persönliche Themen ging. Nach kurzem Zögern traute sich ein erster Teilnehmer seine Thematik anzusprechen und so war das Eis auch für andere gebrochen, als sie realisierten, welchen Mehrwert das Schwarmwissen einer solchen Runde bringt – was bei den Camper Nomaden besprochen wird, bleibt bei den Camper Nomaden! Gemeinsam wurden Lösungen gefunden, Tipps gegeben und sich Mut gemacht um sich gegenseitig den Weg ins oder im Camper Nomad Life zu erleichtern.

Der Tag war noch jung, somit konnten die restlichen Freiheitsmobilisten noch die ein oder andere Fahrzeugbesichtigung machen. Dabei fiel auf, dass es einen Steyr auf dem Platz ohne Namen gab. Noch kein Name? Das musste dringend geändert werden! Nach einer kurzen Brainstormingrunde war es beschlossen: Der tarnfarbene Steyr wurde von Sabine standesgemäß mit Bier auf den Namen „Erwin“ getauft. Und weil sie gerade im Flow war, bekam auch der frisch restaurierte türkisfarbene VW LT von Daniel eine Biertaufe. Ab sofort macht Günther blau, auch auf Instagram!

Unser Resümee

Ein großer Dank geht an die Pataschas für das Organisieren dieses wundervollen Wochenendes! Sie haben es ermöglicht, dass einmal mehr so viele offene Menschen beieinander sind, sich kennenlernen und gegenseitig inspirieren. Wir freuen uns sehr auf das Freiheitsmobile Treffen 2019 in Luxemburg und besonders darauf, dort wieder viele Dachzeltnomaden zu treffen.

 

Pictures by Lisa CaravanciRebecca RoßFabiVanThilo Vogel

About Lisa Caravanci

Lisa Caravanci lebt seit 2 Jahren auf 4 Rädern. Sie lässt gerade ihre Beamtenstelle als Lehrerin hinter sich, um ortsunabhängig leben zu können.

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